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Hauptschultag verbunden mit dem Tag der offenen Tür/ Die Qualität der Ausbildung überzeugt
Bericht aus den Fränkischen Nachrichten von Dr. Ulrich Feuerstein
Grünsfeld. Hauptschüler haben gute Perspektiven. Das vermittelte der Hauptschultag der Dorothea-von-Rieneck-Schule. Beim Tag der offenen Tür hatten die Besucher Gelegenheit, sich von der Vielfalt der Hauptschule zu überzeugen.
"Wir wollen mit dem Hauptschultag Argumente liefern für die richtige Schulentscheidung", betonte Rektorin Mirjam Wülk. Die Dorothea-von-Rieneck-Schule nutzt ihren Angaben zufolge die methodische und pädagogische Freiheit, um ein eigenes Profil zu entwickeln. Das mache sie unverwechselbar in der Schullandschaft. "Die Qualität unserer Schule überzeugt", erklärte Wülk.
Solche selbstbewussten Worte hörten die Besucher gern. Unter ihnen viele aus dem benachbarten Bayern. Eltern, deren Kinder bislang in Kirchheim den Unterricht besuchen, informieren sich über die Rahmenbedingungen am neuen Schulort. Wenn im Sommer die Hauptschule in Kleinrinderfeld ihre Pforten schließt, wollen die meisten ihre Kinder nach Grünsfeld schicken. Und nicht nach Würzburg. Die Entscheidung birgt eine gewisse Brisanz. Denn: Schulpolitik ist Ländersache und grenzüberschreitende Kooperationen sind eher die Ausnahme.
Kirchheims Bürgermeister Anton Holzapfel sieht die Angelegenheit pragmatisch. "Der Elternwille zählt", machte er am Rande der Veranstaltung deutlich. Zudem habe der Gemeinderat eine Empfehlung für Grünsfeld ausgesprochen. Die ländliche Situation sei ausschlaggebend gewesen. Dass sehr viele Eltern aus Kirchheim am Hauptschultag teilnahmen, wollte er als eindeutiges Signal verstanden wissen.
Das freute auch Amtskollege Alfred Beetz aus Grünsfeld. "Wir kämpfen um jeden Schüler", gab er als Losung aus. Schule und Kommune ziehen seinen Angaben zufolge dabei an einem Strang. Sorgten die Lehrer für die Qualität der Ausbildung, kümmere der Schulträger sich um die Ausstattung. Die Aufgabenteilung funktioniert in Beetz` Augen prächtig: "Wir sind sehr gut aufgestellt."
Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist vieles möglich. Davon war auch Ludwig Panter überzeugt. Der Vorsitzende des Gewerbevereins ermunterte die Schüler, im Unterricht am Ball zu bleiben. Eine gute Vorbereitung sei wichtig, um später seinen Traumberuf verwirklichen zu können.
Der befinde sich vielleicht sogar in der eigenen Gemeinde. Das Ausbildungsbündnis "GrüWI" (Grünsfeld-Wittighausen) verzahne, so Panter, Schule und Betriebe eng miteinander und ermögliche Hauptschülern eine wohnortnahe Ausbildung.
Mit Kathrin Freitag, Luise Moga-Binder und Dominik Hehn stellten sich erfolgreiche ehemalige Hauptschüler vor. Sie sind entweder in Ausbildung, besuchen weiterführende Schulen oder stehen vor dem Beginn eines Studiums. "Wir haben es nicht bereut, die Hauptschule zu besuchen", versicherten alle drei einhellig. Der Hauptschulabschluss sei eine gute Basis für den weiteren Lebensweg gewesen.
Beispiele solcher Entwicklungsmöglichkeiten bot der Hauptschultag reichlich. Die sportlichen und kreativen Fähigkeiten kamen bei verschiedenen Darbietungen zum Ausdruck. Die Mädchen der siebten bis neunten Klasse zeigten Turnübungen mit artistischem Geschick. Sechstklässler Noah Scheuermann begeisterte mit zwei Musikstücken als Perkussionist. Vorführungen und Ausstellungen gaben weitere Einblicke in die Vielfalt der Dorothea-von-Rieneck-Schule.
Die bestplatzierten Schüler des Vorlesewettbewerbs präsentierten spannende Romanauszüge. Achtklässler berichteten von ihren Erfahrungen bei der Arbeitsplatzerkundung.
Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis demonstrierten die Schüler bei den Vorführungen im Technikraum, beim Nähen oder im Physiksaal.
Die Experimente, die sie durchführten, waren spektakulär, wie etwa die Mehlstaubexplosion, und brachten so manchen Erwachsenen zum Staunen. feu
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