DIE GESCHICHTE DER STADT GRÜNSFELD

Die Stadt Grünsfeld gehört zu den Gemeinden im Frankenland, die eine reiche Geschichte aufweisen. Ihre Anfänge gehen bis in das 8. Jahrhundert zurück. Es ist nachgewiesen, dass der heilige Bonifatius aus Gütern, die er von den Grafen Sigboto und Manto "in villa Grünsfelde" erhalten hatte, die erste Kirche errichtete. In späteren Fuldaer Schenkungsverzeichnissen wird der Ort Grunefelden und Gruonfelt geschrieben. Weitere urkundliche Eintragungen findet man u. a. 1015 (Gruonvelt), 1225 (Grusfeld), 1271 (Grunesvelt) und 1274 (Grünsvelt).


Der Ort war anfänglich ein Bestandteil der Herrschaft Zimmern, deren Güter später an die Herren von Luden (Lauda) und von diesen wiederum 1213 an die Grafen von Rieneck übergingen. Nachdem die alte Burg von Zimmern in einer Fehde mit Würzburg untergegangen war, wurde Grünsfeld der neue Hauptort der Herrschaft, in dem sich die Grafen von Rieneck auch selbst vorübergehend aufhielten. Stadt und Herrschaft waren bis zum Ende des 15. Jahrhunderts im Besitz der Grafen Rieneck und kamen durch Graf Philipp den Älteren an dessen Schwiegersohn, den Landgrafen Friedrich von Leuchtenberg. 1502 trug Johann von Leuchtenberg dem Hochstift Würzburg Schloss, Stadt und Amt Grünsfeld zu Lehen auf. Mit Landgraf Max Adam von Leuchtenberg starb 1646 dieses Geschlecht im Mannesstamm aus und Grünsfeld fiel wieder an das Hochstift zurück.


Aus Grünsfeld stammen mehrere Rittergeschlechter, so die Zobel (1231) und die Hund (1258). Zu dem ortseigenen Adel gehört auch das Geschlecht von Brunn. Der Ort besaß schon 1320 die Stadtrechte, die ihm wahrscheinlich von Ludwig dem Bayern verliehen wurden. Graf Ludwig von Leuchtenberg befreite Grünsfeld 1561 von der Leibeigenschaft.


1803 kam die Stadt an das Fürstentum Leiningen, das 1804 Stadt und Amt dem Fürstentum Krautheim (Salm-Reifferscheidt-Bedburg) überließ. 1806 erhielt das Großherzogtum Baden die Landeshoheit über die Gemeinde.


Grünsfeld stellte drei der bedeutendsten Äbte des Zisterzienserklosters Bronnbach: Abt Franz Wundert (1670-1699), Abt Joseph Hartmann (1699-1724) und Abt Engelbert Schäffner (1724-1752). Auch der bekannte Dirigent und Brahm-Interpret, Generalmusikdirektor Fritz Steinbach (gestorben 1916 in München), ist hier beheimatet.


Die Stadt besitzt einige bedeutende Kunstwerke. In der sehr schönen Pfarrkirche befinden sich wertvolle gotische Grabmale, darunter ein Werk von Tilman Riemenschneider (Grabmal der Gräfin Dorothea von Rieneck). Auch die Innenausstattung des Gotteshauses, teils in Barock und teils in Rokoko, ist zum großen Teil von außerordentlicher Schönheit.


Ein Kleinod ist das historische Rathaus (1579), ein prächtiger Renaissance-Bau, das schönste Pfortengebäude der Stadt und der ganzen Gegend. Auch in den anderen Teilen des Ortes findet man noch viele schöne alte Häuser, außerdem Reste der alten Stadtmauern (Wehranlagen).


Im Laufe Ihrer Geschichte erlebte die Stadt Grünsfeld manche Katastrophe. So verursachten die Schweden 1632 eine Feuersbrunst, die einen Teil des Ortes in Asche legte. Zwei weitere große Brände wurden 1781 und 1861 gemeldet. 1911 wurde die Gemeinde von einem schweren Hochwasser heimgesucht.

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