Ev. Gemeindehaus, Mikwe und ehemals jüdische Wohnhäuser

Eine ehemalige Scheune mit Gewölbekeller wurde im Jahr 2002 zum Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Königshofen-Grünsfeld umgebaut.


Der Hauptraum besticht durch seine klare architektonische Linie und wird dadurch seiner Aufgabe als Gottesdienstraum hervorragend gerecht. Ein historisches Element ist ein Taufbecken aus der Zeit von Fürstbischof Julius Echter.


Die mittelalterliche Mikwe (jüdisches Ritualbad) im Keller des Nachbarhauses (privat) ist Zeugnis für die lebendige Kultur der Grünsfelder jüdischen Gemeinde. Über viele Jahrhunderte, vom Mittelalter (urkundlich ab 1298) bis zur nationalsozialistischen Verfolgung, ist die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde belegt. Im Mittelalter befand sich das rituelle Bad (wie auch in
Wertheim, Tauberbischofsheim, Lauda) in einem „Judenhof“, der neben der Synagoge eine Metzgerei, eine Bäckerei und ein Tanzhaus umfasste.


Verschiedene Häuser aus ehemals jüdischem Besitz an der Hauptstraße und am Eingang zur Treppengasse bezeugen die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Juden.


Im 19. Jh. lebten in Grünsfeld bis zu 63 Bürger jüdischen Glaubens. Besonders zu beachten ist das Relief eines „Judenkopfes“ (am Haus Treppengasse Nr. 1), der für die Region Franken als einmalig gelten darf. Hier findet sich auch an der Haustüre die Vertiefung für die Mesusa (Schatulle mit dem jüdischen Glaubensbekenntnis), allerdings inzwischen durch Mauerputz verborgen.

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