Stadtmauer mit Schorren

In einer Urkunde aus dem Jahr 1320 wird Grünsfeld erstmals als Stadt bezeichnet, wobei Grünsfeld bereits früher, um 1280, als „oppidum“ erwähnt wird.


Im Mittelalter wurde unter einem Oppidum eine kleine stadtähnliche Siedlung mit Marktfunktion verstanden, der jedoch das offizielle kaiserliche Marktrecht fehlte. Der Ort konnte nun mit einer Mauer, Toren und Türmen befestigt werden.


Reste der Stadtbefestigung sind deutlich sichtbar auf dem „Schorren“ erhalten. Auf diesem schroffen, etwa 30 m hohen Felsplateau, errichteten die Herren von Zimmern und Rieneck im Hoch-Mittelalter ihre Burg und konnten von dort aus ihre Herrschaft im Grün- und Wittigbachtal absichern.


Die als „Schorren“ (altdeutsches Wort für „Fels“) bezeichnete Felswand unterhalb der Burgmauer gibt als geologischer „Aufschluss“ einen interessanten Blick in die lokale Erdgeschichte frei. Kalkschlammablagerungen des Muschelkalkmeeres, wurden vor mehr als 200 Millionen Jahren durch den Druck der darüber liegenden Schichten zu Kalkstein verfestigt. Millionen Jahre später wurde dieses Schichtpaket von Südwesten her angehoben, schräg gestellt und fallen somit Richtung Südosten ab. Deutlich sichtbare Verwerfungen gehen auf Hebungen und Erdbeben zurück.


Im oberen Bereich sind pilzartige Felsen zu sehen. Sie bestehen aus härteren Gesteinsformationen des „Unteren Muschelkalkes“ und trotzten der Erosion durch den „Ur-Wittigbach“. Über Abertausende von Jahren mäandrierte dieser durch das heutige Tal und schuf mit seinem „Prallhang" die heutige Felsformation.

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