Kultur hoch³ - lange Nacht der Museen

29.07.2016

Amtshaus:

Tilman Riemenschneider in Grünsfeld und Umgebung

Neben Albrecht Dürer ist kein deutscher Künstler aus der Zeit um 1500 so bekannt und am häufigsten genannt wie Tilman Riemenschneider.

Im ganzen Taubertal und darüber hinaus begegnet man seinen Kunstwerken in Holz wie auch in Stein. So auch in Grünsfeld mit dem steinernen Grabmal der Dorothea von Rieneck und dem hängenden Holzkreuz über dem Altar, welches zeitlich und stilistisch dem engsten Umkreis von Riemenschneider zugeordnet wird.

Den Auftakt der langen Museumsnacht  bildet ein Vortrag von Erik Soder von Güldenstubbe, ehemaliger Archivar der Diözese Würzburg, über Tilman Riemenschneider, seinen künstlerischen Werken und seinem Wirken. Der Vortrag findet im Rienecksaal im ehemaligen Zehntgebäude um 18.30 Uhr statt. Güldenstubbe ist Autor vieler Veröffentlichungen und Bücher über Tilman Riemenschneider u.a.: Tilman Riemenschneider und sein Erbe im Taubertal?. Eine Ausstellung über Werke von Riemenschneider ist im Anschluss im Amtshaus zu sehen.

Pädagogische Steinmetzwerkstatt:

Das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk ist eines der ältesten Handwerksberufe. Schon die alten Ägypter formten aus Stein ihre Grabmale, Skulpturen und meißelten ihre Hieroglyphen in Stein und hinterließen ein wertvolles Erbe. In Deutschland erfuhr das Handwerk besonders in der Romanik und Gotik seine Blütezeit. In dieser Zeit entstanden die ersten Steinmetzzünfte. Auch Grünsfeld blickt auf eine lange und herausragende Steinmetztradition zurück. Bedeutende Bauwerke, die aus unserem heimischen Muschelkalk gefertigt wurden, sind z.B. die alte Mainbrücke in Würzburg und die Achatiuskapelle in Grünsfeld-Hausen. Einen Impulsvortrag über das Steinmetzhandwerk, den Muschelkalkstein und seine Verwendung hält Herr Werner Reitinger, Steinmetzmeister und Steintechniker aus Kirchheim in der Pädagogischen Steinmetzwerkstatt um ca. 19.30 Uhr. Die Steinmetz- und Bildhauerkunst wird durch die beiden Steinmetze Jens Hinze und Stefan Kastner vorgeführt.

 

Ausstellung Zeitreise durch die Stadtgeschichte im Leuchtenbergsaal:

Der Schwerpunkt dieser Ausstellung an diesem Abend ist die Erinnerung an 70 Jahre Vertreibung. Ehemals Vertriebene berichten als Zeitzeugen über ihr Schicksal, die einschneidenden und unvergesslichen Erlebnisse während der Flucht und auch die Erfahrungen beim Ankommen hier in der alten Heimat. Unter der Leitung von Resi und Egon Knapp wurde die Präsentation zusammengestellt. Um ca. 20.30 Uhr werden Zeitzeugen berichten und stehen auch für Fragen und Gesprächen zur Verfügung. Zeitgleich ist auch die Schlesierstube zur Besichtigung geöffnet.

Insgesamt dürfen die Besucherinnen und Besucher einen interessanten Abend erwarten. Für Speisen und Getränke ist gesorgt und im neuen Vereinsheim des Kulturvereins, der Kulturwerkstatt, die sich als Weinstube präsentiert, darf es auch gemütlich werden.

Der Kulturverein und die Stadt Grünsfeld laden die Bevölkerung von Grünsfeld und den Ortsteilen zu dieser Veranstaltung Kultur³ - lange Nacht der Museen herzlich ein.





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