Die Mini-EnergiesparChecks von co2online – Einsparpotenziale im Alltag
Die Minichecks von co2online sind kurze, einfache Tests, die dabei helfen, schnell herauszufinden, wo im Haushalt Einsparpotenziale bei Energie und Kosten bestehen. Sie sind eine praktische Möglichkeit, um ohne großen Aufwand erste Tipps zu erhalten, wie man energieeffizienter leben kannst. Die interaktiven und kostenlosen EnergiesparChecks – in diesem Fall die MiniChecks – sind hilfreiche Tippgeber für alle Bürgerinnen und Bürger. Die MiniChecks decken verschiedene Bereiche ab, zum Beispiel Heizung, Beleuchtung, Geräte oder Dämmung, und geben konkrete Empfehlungen, was verbessert werden kann. Mittels der MiniChecks wird an-hand von verschiedenen Beispielen aufgezeigt, welche Maßnahmen durchgeführt werden können, wenn bspw. mit kaltem Wasser die Hände gewaschen werden oder der alte Kühlschrank mit schlechter Effizienzklasse gegen einen effizienteren Kühlschrank getauscht wird.
Folgende MiniChecks stehen zu Auswahl (nur ein Teil dargestellt):
- Ofen nicht vorheizen
- Wasserkocher nutzen
- Mikrowelle statt Ofen
- Wäsche schleudern
- Fahrrad fahren
- Passenden Deckel nutzen
Insgesamt können 25 solcher MiniChecks auf der Website aufgerufen und durchgeführt werden. Neben den Einsparpotenzialen hinsichtlich Emissionenund Kosten, werden zudem kurze Tipps und Informationenmitgegeben. Das Ziel ist, einfache Wege aufzuzeigen, um Energie zu sparen, Kosten zu senken und gleichzeitig umweltfreundlicher zu handeln. co2online bietet diese Minichecks kostenlos an, um das Bewusstsein für Energieeinsparungen zu fördern und den Klimaschutz zu unterstützen.
Die EnergiesparChecks und MiniChecks sind ein Angebot von co2online, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Alltagstipps
An dieser Stelle finden Sie zukünftig Tipps aus dem Bereich Klimaschutz, die Sie einfach in Ihren Alltag einbauen können.
Klimatipps von Bürgern für Bürger
Hat mein Handeln tatsächlich spürbare Auswirkungen? Kann ich aktiv etwas zum Klimaschutz beitragen? JA! Wir alle können einen Beitrag leisten und mit jeder eingesparten Tonne CO2 das Klima entlasten. Gemeinsam sind wir viele. Oftmals sind es nämlich Kleinigkeiten, an die man gar nicht denkt, die aber leicht und ohne viel Aufwand umzusetzen sind, der Umwelt und dem Klima helfen und oftmals auch noch bares Geld sparen.
Haben Sie Alltagstipps zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder Klimaanpassung, die Sie bisher vermisst haben und gerne im Sinne „Von Bürgern für Bürger“ geben möchten? Dann zögern Sie nicht und schreiben Klimaschutzmanagerin Nadine Hofmann gerne eine E-Mail an klima(@)gruensfeld.de. Wir werden die Ideen sammeln und geeignete Tipps nach und nach als Alltagstipp veröffentlichen. Wir freuen uns über Ihre Einsendungen.
„Rücknahmekreislauf - aus Liebe zur Umwelt“. Damit wirbt das Unternehmen edding und stellt Kommunen, Schulen sowie Unternehmen kostenfrei Rücknahmeboxen für ausgediente edding-Marker zur Verfügung. Recycling ist – egal ob bei edding oder sonstigen Institutionen und Unternehmen – ein wichtiger Teil nachhaltigen Handelns und ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft.
Die Rücklaufboxen von edding sind Teil einer Initiative zur Förderung der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. edding, ein bekanntes Unternehmen für Schreibwaren, hat diese Boxen eingerichtet, um leere oder defekte Produkte wie Marker und Stifte umweltgerecht zu recyceln. Auch in Grünsfeld ist eine solche Box aufgestellt und befindet sich im Foyer des Rathauses.
Ziel dieser Maßnahme ist es, Kunststoffabfälle zu reduzieren und die Wiederverwertung von Materialien zu fördern, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Durch einen nachhaltigen Recycling-Prozess, den edding zusammen mit einem auf Kunststoffrecycling spezialisierten Unternehmen entwickelt hat, werden über 70 Prozent des gewonnenen Kunststoffs wiederverwertet und für die Produktion neuer edding Produkte eingesetzt. Pro Tonne Rücklaufmaterial werden laut edding etwa 1,4 t CO2 eingespart.
Wie läuft die Sammelaktion ab?
Auch die Stadt Grünsfeld ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Bringen Sie daher gerne Ihre alten und leeren Marker im Grünsfelder Rathaus vorbei (bitte die Öffnungszeiten beachten), denn insgesamt trägt die Idee von edding dazu bei, die Lebensdauer von Materialien zu verlängern und die Auswirkungen von Kunststoffabfällen auf die Umwelt zu verringern. Indem Sie als Verbraucherin und Verbraucher aktiv an diesem Prozess teilnehmen, können Sie einen direkten Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung von Recycling und Umweltschutz stärken.
- Leere oder kaputte Marker zu Hause sammeln
- Gesammelte Stifte nehmen und ins Rathaus bringen
- Marker/Stifte in vorhandene Rücknahmebox werfen
- Fertig!
Die Initiative von edding zeigt, wie Unternehmen Verantwortung für die Umwelt übernehmen können, indem sie den Verbrauchern eine einfache und praktische Möglichkeit bieten, ihre Produkte richtig zu recyceln und dem Ressourcenkreislauf zurück zu führen. Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.edding.com/de-ch/unternehmen/nachhaltigkeit/produkte/recycling/
Für mehr Biodiversität in Baden-Württemberg
Ab 18. September starten die Klima.Länd.Tage in Baden-Württemberg. Ziel der Aktionstage des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ist es, im Rahmen der drei Aktionswochen besonders auf die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Biodiversität sowie Energiewende aufmerksam zu machen und zum Mitmachen zu animieren.
Auch die Stadt Grünsfeld möchte sich an der Aktion beteiligen und ruft ihre Bürgerinnen und Bürgern ebenso dazu auf. Die Mitmachaktion „Klima.Länd.Wiese“ trägt ihren Teil dazu bei und kann auch im Kleinen ganz einfach umgesetzt werden. Das Nachhaltigkeitsprojekt setzt auf Vielfalt, schützt Bestäuber, stärkt Ökosysteme und macht Grünflächen lebendiger. Es wird immer wichtiger, Blumenwiesen für Wildbienen, Käfer, Raupen und weitere Lebewesen auszusäen.
Im Rathaus Grünsfeld liegen Samentütchen aus, welche frei zur Verfügung stehen. Wer also möchte, darf sich gerne ein Päckchen nehmen, die Samen aussähen und beim Wachstumsprozess beobachten. Wer im Garten keinen Platz hat, kein Problem – dann am besten einfach einen Blumentopf nehmen, mit Erde füllen, Samen einstreuen und gießen. Gemeinsam schaffen wir einen Raum für Artenvielfalt, vielfältige Nahrungsquellen und zusätzlichen Lebensraum – damit Grünsfeld weiter in voller Farbenpracht erblüht.
Mit etwas Glück zu einem nachhaltigen Gewinn
Machen Sie mit, engagieren sich und sichern Sie sich die Gewinnchance bei der Mitmach-Aktion Klima.Länd.Wiese! Im Rahmen der Teilnahme besteht die Möglichkeit, einen Gewinn zu erhalten. Hier ist es egal, ob es sich um die bereits bestehende Blumenwiese im eigenen Garten, am Ackerrand oder die frisch gesäten Blumensamen im Blumentopf handelt – jede Blume zählt. Senden Sie bis spätestens Mittwoch, 8. Oktober, ein Bild blühender Wild-Blumen an aktion(@)klimalaendtage.de und gewinnen mit etwas Glück ein Insektenhotel. Lassen wir Grünsfeld aufblühen!
Im Veranstaltungskalender der Klima.Länd.Tage unter https://klimalaend.de/klimalaendtage können weitere Informationen der Baden-Württemberg-weiten Veranstaltungen aufgerufen werden.
Stromüberschuss im Griff: Photovoltaik bleibt attraktiv
Mit den als Solarspitzengesetz bezeichneten Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die seit einigen Monaten gelten, will der Gesetzgeber Netzüberlastungen durch zu hohe Stromeinspeisungen vermeiden. Trotzdem bleibt Photovoltaik (PV) für Privathaushalte weiterhin interessant. Das Solarspitzengesetz schreibt Maßnahmen zur Vermeidung von temporären Erzeugungsüberschüssen vor. Aber was heißt das eigentlich? Matthias Bauer, Energieexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, erklärt, was aktuell für Photovoltaik-Anlagen gilt (11.08.2025).
Seit mehr als 20 Jahren besteht das EEG. Wer eine PV-Anlage auf oder an seinem Gebäude betreibt, erhält eine in diesem Gesetz festgelegte Mindestvergütung für den ins Netz eingespeisten Strom. Das EEG setzt auch weiterhin auf einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Mit dem Solarspitzengesetz sollen aber Stromeinspeisungen begrenzt werden, wenn eine Netzüberlastung droht.
Sinkende Preise bei hoher Stromproduktion
Viele PV-Anlagen produzieren gleichzeitig Strom, wenn die Sonne scheint. Steigt die Stromproduktion, steigt auch die Netzbelastung, und der Markt reagiert mit sinkenden Börsenstrompreisen. Bei sehr hoher Produktion sind sogar negative Preise möglich.
Mit dem Solarspitzengesetz haben die Betreiber:innen keinen Vergütungsanspruch, in der Zeit, in der der Preis negativ ist. Das Gesetz kompensiert diesen Nachteil jedoch. Verbraucher:innen erhalten ab Inbetriebnahme für 20 Jahre eine Einspeisevergütung. Dieser Zeitraum verlängert sich um die Tage, an denen keine Vergütung gezahlt wurde.
Wer ist an die Regelung gebunden?
Diese Regelungen gelten für alle Haushalte, die nach dem 25. Februar 2025 eine PV-Anlage in Betrieb nehmen oder genommen haben und für alle PV-Anlagen ab zwei Kilowatt Leistung. Aber: Erst nachdem ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) installiert ist. Wer bislang keinen Smart Meter hat, muss die Einspeisung auf 60 Prozent der installierten Leistung begrenzen. Privathaushalte mit Ein- und Zweifamilienhäusern haben typischerweise PV-Anlagen mit drei bis 20 Kilowatt Leistung (kWp) installiert.
Wer vor dem 25. Februar 2025 eine PV-Anlage in Betrieb hatte, kann sich freiwillig für die Anwendung der neuen Regelungen entscheiden und auf einen Vergütungsanspruch bei negativen Preisen verzichten. Dafür wird eine um 0,6 Cent höhere Vergütung für den eingespeisten Strom gewährt.
Eigenverbrauch ist vorteilhaft
Haushalte sollten den von der PV-Anlage produzierten Strom möglichst selbst verbrauchen, wenn der ins Netzt gespeiste überschüssige Strom nicht vergütet wird. Hilfreich sind dabei flexibel nutzbare Geräte wie Waschmaschine oder Wallbox. Viele PV-Anlagen werden außerdem mit Batteriespeichern installiert, die ebenfalls den Anteil des selbst verbrauchten Stroms erhöhen.
Netzanschluss
Wer eine PV-Anlage in Betrieb nehmen will, muss zuvor den dafür notwendigen Netzanschluss beim zuständigen Verteilnetzbetreiber (VNB) kundtun. Den zuständigen Netzbetreiber findet man unter VNBdigital.de. Dort kann der Netzanschluss direkt angemeldet werden.
Stationäre Energieberatung am 10. September in Grünsfeld
Fragen zum Thema Photovoltaik beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit ihrem umfangreichen Angebot. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Nutzen Sie gerne die Möglichkeit der persönlichen, stationären Energieberatung im Grünsfelder Familienzentrum und kommen zu einem individuellen Beratungstermin vorbei. Sie haben Interesse an der Installation einer PV-Anlage, wissen aber nicht, wie Sie beginnen sollen? Ihre Anlage läuft bereits seit 20 Jahren oder Sie haben generell Fragen zum Solarspitzengesetz und den rechtlichen Vorgaben?
Dann vereinbaren Sie gerne einen Termin zur stationären Energieberatung bei der Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH. Die Beratung ist individuell, persönlich und kostenfrei. Der nächste Beratungstermin in Grünsfeld findet am Mittwoch, 10. September, im Familienzentrum (Schwibbogen 2) statt. Beratungen sind im 45 Minuten-Takt von 14 bis 17.45 Uhr möglich, Terminvereinbarungen unter Telefonnummer: 09341-825813 oder energieagentur(@)main-tauber-kreis.de.
Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter unserer bundesweit kostenfreien Hotline 0800 – 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Ernteaktion GELBES BAND – hier darf geerntet werden
Viele Lebensmittel landen jeden Tag in Deutschland im Müll – Obst und Gemüse tragen einen großen Teil dazu bei. Entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette sind dies ca. elf Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland, die jährlich in der Tonne landen. Sie haben zu viel Obst, welches Sie selbst nicht vollumfänglich verwerten können?
Die Aktion „Gelbes Band“ hat es sich zum Ziel gesetzt, mehr Obstbäume in Deutschland vollständig abzuernten. Verbraucherinnen und Verbraucher können für den Eigenbedarf kostenlos saisonales und regionales Obst in der Umgebung ernten und verwenden. Dadurch können wertvolle Früchte noch verwertet werden und gehen nicht ein. Gekennzeichnet wird dies durch das Anbringen eines GELBEN Bandes. Das gelbe Band signalisiert: Hier können Früchte ohne Rücksprache und für den eigenen Bedarf gepflückt und heruntergefallenes Obst kostenlos aufgelesen werden.
Bereits jetzt gibt es eine Vielzahl an reifen Streuobstsorten. In diesem Jahr ist der Ertrag – je nach Region und Sorte – recht üppig. Wenn Sie daher Obstbäume haben, welche Sie gerne kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchten, beteiligen Sie sich gerne an der Aktion.
Bitte beachten Sie folgende Verhaltensregeln bei Beteiligung an der Aktion „Gelbes Band“:
- Jede/Jeder kann sich an der Aktion beteiligen.
- Eine Anmeldung für die Aktion ist nicht notwendig.
- Markieren Sie nur Bäume mit einem gelben Band, die sich in Ihrem Besitz befinden und die Sie für andere zur Ernte freigeben möchten.
- Achten Sie darauf, die Natur zu schützen, d. h. keinen Müll in der Natur zurücklassen.
- Die Teilnahme an der Aktion erfolgt auf eigene Verantwortung der Obstbaum-Besitzerinnen und -besitzer.
- Nehmen Sie das gelbe Band nach erfolgter Ernte bitte wieder ab.
Bitte beachten Sie folgende Verhaltensregeln bei der Ernte:
- Ernten Sie ausschließlich von Bäumen und Sträuchern, die ein gelbes Band tragen.
- Seien Sie achtsam gegenüber der Natur und dem Eigentum anderer. Gehen Sie behutsam mit den Obstbäumen um – keine Äste abbrechen oder Bäume beschädigen.
- Ernten Sie nur, was – ohne Benutzung von Leitern o. ä. – in Reichweite hängt oder lesen Sie die Früchte vom Boden auf.
- Achten Sie beim Betreten der Obstwiese auf Bodenunebenheiten, herumliegende Äste oder andere mögliche Gefahrenstellen.
- Ernten Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich verbrauchen können (nicht für kommerzielle Zwecke!)
- Prüfen Sie, ob das Obst noch gut ist und waschen Sie es vor dem Verzehr ggf. gründlich ab.
Um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, müssen alle aktiv werden. Die Ernteaktion verbindet die ObstbaumbesitzerInnen mit VerbraucherInnen und lenkt den Blick auf regionales und saisonal verfügbares Obst. Durch das eigene Abernten und Auflesen des Obstes bekommen die VerbraucherInnen einen direkten Bezug zu diesen Lebensmitteln und werden für einen bewussteren, wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln sensibilisiert.
Obst ist zu schade, um nicht geerntet und verwertet zu werden. Tragen wir gemeinsam zur Reduktion von Lebensmittelabfällen bei. Gerne können Sie auch im Herbst gelbe Bänder nach erfolgter eigener Ernte an Streuobstbäumen anbringen, von welchen noch Früchte geerntet werden können. Bei Fragen können Sie sich gerne an unsere Klimaschutzmanagerin Nadine Hofmann wenden. Sie ist erreichbar unter nadine.hofmann(@)gruensfeld.de oder 09346-921177 (Montag, Mittwoch).
Innendämmung von Außenwänden: Was ist zu beachten?
Soll ein Gebäude nachträglich gedämmt werden, wird die Dämmung meist außen angebracht. Doch nicht immer ist das möglich. Eine sinnvolle Alternative ist in solchen Fällen die Innendämmung von Außenwänden. Nachträglicher Wärmeschutz ist die wichtigste Maßnahme, um den Heizenergiebedarf älterer Gebäude zu verringern. Am wirksamsten ist dabei die Wärmedämmung der Außenwände auf der Fassadenseite.
Immer dann, wenn eine Fassadendämmung aus optischen, technischen oder sogar rechtlichen Gründen ausgeschlossen ist, bietet sich eine Innendämmung der Außenwände an, auch wenn die Einsparungen geringer ausfallen. Das liegt unter anderem daran, dass die Dämmschicht dünner ist, als bei der Außendämmung und dass Wärmebrücken nicht vollständig vermieden werden können.
Wann ist die Innendämmung sinnvoll oder nötig?
- Bei historischen Fassaden:
Sobald es sich um eine denkmalgeschützte Fassade handelt, deren Erscheinung nicht verändert werden soll, kommt nur die Innendämmung der Außenwände in Frage, um Energie einzusparen und Wohnräume im Winter vor Kälte und im Sommer vor Hitze zu schützen. - In Fällen von Platzmangel:
Stehen Gebäude sehr nahe beieinander oder ist der Abstand zu benachbarten Grundstücken oder Gebäuden zu gering, ist eine Wärmedämmung von der Fassadenseite nicht möglich. Stattdessen bietet es sich an, die Außenwände von innen zu dämmen. - Verschiedene Eigentümer:
Spricht sich die Eigentümergemeinschaft gegen eine Fassadendämmung aus, bleibt einzelnen Wohnungseigentümern die Option, die eigenen Außenwände von innen zu dämmen. Auch die Dämmung von einzelnen Räumen ist möglich.
Wie sieht die Innendämmung einer Außenwand aus?
Bevor eine Außenwand von innen gedämmt werden kann, muss sichergestellt sein, dass sie wasserdicht und trocken ist. Innendämmungen gibt es in unterschiedlichen Varianten: In einer Variante wird eine Tragkonstruktion aus Holz oder Aluminium verwendet. Sie bildet den Rahmen für Dämmstoffplatten oder -matten. Darauf wird luftdicht eine Dampfbremsfolie angebracht. Diese Folie schützt die Dämmschicht vor der Feuchtigkeit aus den Innenräumen. Den Abschluss bildet eine Abdeckung, zum Beispiel aus Holzfaser oder Gipskarton. Alternativ können mineralische, diffusionsoffene Dämmplatten ohne Dampfbremsfolie auf die Innenseite der Außenwand aufgebracht und verputzt werden. Als Dämmstoffe eignen sich zum Beispiel Mineralwolle, Holzweichfaserplatten oder poröse mineralische Dämmplatten.
Wichtig zu wissen: Bei der Innendämmung besteht die Gefahr, dass Luftfeuchtigkeit in der Wärmedämmung kondensiert. Daher ist ein Nachweis darüber, dass dieser Tauwasserausfall nicht zu Schäden führt, häufig erforderlich. Diesen Nachweis können beispielsweise Energieberaterinnen und Energieberater, Architekturbüros oder andere Sachverständige ausstellen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale rät dazu, qualifizierte Fachunternehmen mit der Innendämmung zu beauftragen.
Förderung
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet Zuschüsse von bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn es sich bei den Außenwänden um denkmalgeschützte Fassaden oder sonstige schützenswerte Bausubstanz handelt oder bei Sichtfachwerk. Weitere Zuschüsse und zinsgünstige Kredite sind möglich, wenn das Gebäude einen Effizienzhausstandard erreicht. Die Energieberatung hilft, die richtigen Fördermöglichkeiten zu ermitteln.
Einen Überblick über wichtige Aspekte der Innendämmung liefert der Dämmatlas der Energieberatung der Verbraucherzentrale unter https://verbraucherzentrale-energieberatung.daemmatlas.de/.
Bei Fragen zum baulichen Wärme- und Hitzeschutz hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Die Fachleute der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg informieren anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter Telefonnummer: 0800 – 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Die EnergiesparChecks von co2online – Energieverbrauch berechnen und Kosten senken
Die interaktiven und kostenlosen EnergiesparChecks unterstützen Mieter*innen und Hauseigentümer*innen beim Energiesparen im und am Haus. Als Eigentümer*innen von Wohngebäuden werden Hinweise zu energiesparenden Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand gegeben, Mieter*innen können beispielsweise ihre Heizkosten überprüfen. Auch mit den Strom-Ratgebern können im Haushalt und im Büro Geld und Kohlendioxid gespart werden. Die EnergiesparChecks sind ein Angebot von co2online, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Wählen Sie das für Sie passende Thema und los geht's. Folgende Beratungstools werden angeboten:
- ModernisierungsCheck (Modernisierungsmaßnahmen prüfen)
- WärmepumpenCheck (Wärmepumpen-Eignung prüfen)
- HeizCheck (Heizenergieverbrauch prüfen)
- FördermittelCheck (Förderung finden)
- PhotovoltaikCheck (Photovoltaik prüfen)
- ThermostatCheck (Thermostate prüfen)
- WarmwasserCheck (Warmwasserverbrauch prüfen)
- StromCheck (Stromverbrauch prüfen)
- BetriebskostenCheck (Betriebskosten prüfen)
- Energiesparkonto (Energieverbrauch im Blick)
Eigentümer*innen von Wohngebäuden bekommen von den Energiekostenrechnern zahlreiche Hilfestellungen bei energiesparenden Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand sowie bei energieeffizienten Neubauten. Mieter*innen erfahren, ob sich der Austausch von Haushaltsgeräten lohnt, wie sonst noch Energie im Haushalt eingespart sowie der Alltag nachhaltiger gestaltet werden kann.
Der ModernisierungsCheck beispielsweise gibt Hinweise zum wärmetechnischen Zustand des Gebäudes und zur Wirtschaftlichkeit von Modernisierungsmaßnahmen. Ob sich ein Austausch der Heizungspumpe lohnt, ermittelt der PumpenCheck. Geeignete Förderprogramme für Neubauten oder die Modernisierung von Wohngebäuden findet der FördermittelCheck.
Die Angebote und weiterführende Informationen können über folgendem Link https://www.co2online.de/service/energiesparchecks/ aufgerufen werden.
Wirksamer Hitzeschutz
Der Sommer 2025 steht bevor und mit ihm die Gefahr von heißen, drückenden Tagen, die nicht nur anstrengend, sondern auch gesundheitsschädlich sein können. Besonders in Zeiten des Klimawandels, der immer häufiger extreme Hitzewellen mit sich bringt, ist es wichtiger denn je, sich optimal vor den heißen Tagen und Temperaturen zu schützen. Einige internationale Wettermodelle prognostizieren einen Hitzesommer für Europa, das heißt, der Sommer könnte außergewöhnlich warm und trocken werden. Eine Ursache ist die anhaltende Wärme des Atlantiks.
Folgende Tipps können als wirksamer Hitzeschutz herangezogen werden:
- Leichte/Luftige Kleidung und helle Farben tragen
- Kopfbedeckung aufsetzen und Schatten (auf)suchen
- Viel Flüssigkeit zu sich nehmen
- Leichte Kost und kühle Mahlzeiten
- Vermeidung von (zusätzlicher) körperlicher Anstrengung
- Kühlende Maßnahmen wie Ventilatoren, feuchte Tücher oder kalte Umschläge anwenden
- Fenster geschlossen halten und Rollladen schließen
Hitzeknigge des Umweltbundesamtes
Die Hitzebelastung ist gerade für vulnerable Gruppen gefährlich: Ältere Personen, (Klein-)Kinder, Schwangere, Menschen mit Unter- oder Übergewicht und Menschen mit Vorerkrankungen sind am stärksten betroffen. Um die Hitzebelastung zu reduzieren, hat das Umweltbundesamt ein Hitzeknigge veröffentlicht. Abrufbar ist das Hitzeknigge über dargestellten QR-Code oder Link. Der Hitzeknigge ist eine einfach und konkret formulierte Hilfe für die Bevölkerung und insbesondere vulnerable Gruppen, die Hitzegefahren benennt, Empfehlungen zum Hitzeschutz, Angebote zur Beobachtung der eigenen Verhaltensweisen und Anregungen zur Veränderung gibt. Zudem hat das Bundesministerium für Umwelt ebenfalls Verhaltenstipps für alle auf einer Website zusammengestellt. Auch diese Hinweise können über den zweiten QR-Code oder Link aufgerufen werden.
Hitzeknigge des Umweltbundesamtes
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_hitzeknigge_2025_bf.pdf (PDF-Datei)
Verhaltensweisen Bundesministerium für Gesundheit
https://www.klima-mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/
Heizung im Sommerbetrieb: So sparen Sie Energie, ohne auf Komfort zu verzichten
Die Sonne scheint, die Heizkörper bleiben kalt – also die Heizung einfach ausschalten? Ganz so einfach ist es in vielen Fällen nicht. Denn auch in den warmen Monaten braucht man zuverlässig warmes Wasser zum Duschen, Kochen oder Abwaschen. Wer seine Heizungsanlage jetzt aber in den Sommerbetrieb versetzt, spart Energie und Geld – und sorgt gleichzeitig für Hygiene und Betriebssicherheit.
Energie sparen, Technik schützen
Im Sommerbetrieb bleibt die Warmwasserbereitung aktiv, während die Raumheizung deaktiviert ist. Das reduziert den Energieverbrauch deutlich, ohne den Alltag einzuschränken. Moderne Heizsysteme erkennen in der Regel automatisch, wenn die Außentemperaturen konstant über 15 Grad liegen. Trotzdem lohnt es sich, die Einstellungen manuell zu überprüfen. Das geht entweder direkt am Gerät oder in der Heizungs-App. So vermeidet man unnötiges Aufheizen an kühlen Sommermorgen. Der optimale Zeitpunkt für die Umstellung ist gekommen, sobald die Nachttemperaturen dauerhaft über 12 bis 15 Grad liegen.
Der Effekt ist messbar: Laut aktuellen Schätzungen lassen sich durch den Sommerbetrieb bis zu acht Prozent Heizkosten pro Jahr einsparen – ganz ohne Komfortverlust. Wer seine Heizung hingegen komplett abschaltet, riskiert bei zentraler Warmwasserbereitung ein hygienisches Problem: In stagnierendem Wasser können sich Legionellen bilden. Die Empfehlung ist deshalb, die Anlage nur dann ganz auszuschalten, wenn das Warmwasser dezentral über Boiler oder Durchlauferhitzer erzeugt wird.
Jetzt umstellen und den Sommer für die Wartung nutzen
Ein kleiner Handgriff mit großer Wirkung: Thermostatventile sollten im Sommer nicht auf null, sondern auf die höchste Stufe gedreht werden. Das verhindert, dass sie festklemmen – ein häufiger Grund für Heizungsausfälle im Herbst. Und dank des Sommerbetriebs werden die Heizkörper nicht warm. Wer auf Nummer sichergehen will, nutzt den Sommer auch gleich für eine Wartung. Heizungsbetriebe haben jetzt häufig mehr freie Kapazitäten. So können technische Probleme rechtzeitig erkannt und behoben werden.
Bei Fragen zum Energiesparen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter Telefonnummer: 0800 – 809 802 400.
Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes den eigenen CO₂-Fußabdruck berechnen, kennen und reduzieren
Der CO₂-Rechner des Umweltbundesamtes ist ein praktisches Tool, das Ihnen dabei hilft, Ihren persönlichen CO₂-Fußabdruck zu ermitteln. Mit wenigen Klicks können Sie herausfinden, wie viel Kohlendioxid Sie durch Ihren Alltag, Ihr Mobilitätsverhalten, die Ernährung und Ihren Energieverbrauch verursachen. Das Bewusstsein über den eigenen CO₂-Ausstoß ist der erste Schritt, um umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen. Anfang 2025 wurde der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes nach Anpassungen neu veröffentlicht. Nun bestehen zwei Möglichkeiten, Berechnungen durchzuführen: einmal der CO2-Schnellcheck oder die CO2-Bilanz.
Mit Hilfe des CO2-Schnellchecks erhalten Sie nach der Beantwortung von 12 Fragen eine erste Schätzung für den persönlichen Fußabdruck. Im Rahmen dessen können Sie Ihre CO2-Big-Points kennen lernen. Zur Erläuterung: Big Points sind Maßnahmen, die einen besonders großen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck einer Person haben. Wer also bei seinen persönlichen Big Points ansetzt, reduziert den eigenen CO2-Fußabdruck besonders effektiv.
Bei der CO2-Bilanz wird es inhaltlich detaillierter. Hierbei wird Schritt für Schritt eine ziemlich genaue Bilanz erstellt. Sie können selbst bestimmen, wie ausführlich Sie einzelne Konsumbereiche betrachten möchten – vom Heizen bis zur Urlaubsreise wird alles abgebildet.
Einsparpotentiale mittels CO2-Rechner
Der CO₂-Rechner zeigt Ihnen konkrete Einsparpotenziale auf, beispielsweise beim Energiesparen zu Hause, beim bewussten Einkauf oder bei nachhaltiger Mobilität. Als kleine Klimatipps empfiehlt das Umweltbundesamt beispielsweise öfter das Fahrrad zu nutzen, Energie im Haushalt zu sparen oder regionale und saisonale Lebensmittel zu bevorzugen.
Sie möchten nun wissen, wie hoch Ihr persönlicher CO2-Ausstoß ist? Der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes gibt Ihnen einen ersten Eindruck. Unter folgendem Link ist der Rechner abrufbar: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/. In der CO2-Bilanz werden verschiedene Bereiche des Lebens von der Heizung bis hin zum sonstigen Konsum betrachtet. Berechnet wird nicht nur der CO2-Ausstoß, sondern auch das, was in anderen Bereichen vermieden wird.
Jeder Beitrag zählt – mit einfachen Veränderungen im Alltag kann der CO2-Ausstoß bereits verringert werden. Gemeinsam können wir unseren Alltag nachhaltiger und lebenswerter gestalten! Nutzen Sie den CO₂-Rechner auf der Webseite des Umweltbundesamtes und starten Sie noch heute in eine klimafreundlichere Zukunft.
Neues EU-Energielabel für Smartphones und Tablets
Mit dem bereits vorhandenen EU-Energielabel lässt sich die Energieeffizienz von Geräten vergleichen und so in der generellen Nutzung Geld einsparen. Auf Fernsehern, Heizungen, Leuchtmitteln oder Waschmaschinen ist es bereits seit Mitte der 1990er Jahre zu finden. Ab dem 20. Juni 2025 soll es das EU-Energielabel auch für Smartphones und Tablets geben.
Beim neuen Energielabel werden neben den Angaben zur Energieeffizienz auch Informationen zur Haltbarkeit und Reparierbarkeit zu finden sein. Die Entscheidung für Verbraucherinnen und Verbraucher zum Kauf von langlebigen Produkten soll damit vereinfacht werden, da dadurch langfristig auch Kosten gespart werden. Das neue EU-Label soll zudem als Anreiz für Hersteller dienen, Produkte möglichst haltbar und langlebig zu konstruieren.
Die genannten Produktgruppen Smartphones sowie Tablets sind somit die erste Produktgruppe, welche neben der farblichen Energieeffizienz-Klassen-Skala von A bis G auch sogenannte Reparierbarkeitsklassen auf dem Label ausweisen.
Bedeutung der Symbole
Die Reparierbarkeitsklassen auf dem neuen Label sind auf der Basis des sogenannten „Reparierbarkeitsindexes“ eingeteilt. Er wird auf dem jeweiligen Produktdatenblatt ausgewiesen und bewertet alle Produkte nach den gleichen Kriterien. Bei Smartphones sind das zum Beispiel die sogenannte Zerlegungstiefe (Anzahl der Arbeitsschritte), die Art der Befestigungen und deren Wiederverwertbarkeit (etwa Kleber, Klemmen oder Schrauben) sowie das benötigte Werkzeug (Höchstwertung: kein Werkzeug, schlechtere Wertungen: Spezialwerkzeuge notwendig). Darüber hinaus sind die Verfügbarkeit von Ersatzteilen für Verbraucherinnen und Verbraucher, die Länge der Verfügbarkeit von Software-Aktualisierungen (Sicherheits-, Korrektur- und Funktions-Updates für das Betriebssystem) und die Reparaturinformationen (Verfügbarkeit und eventuelle Kosten für die Bereitstellung) auf dem Label zu finden.
Bewertet werden dabei entweder die Produkte als Ganzes oder aber Teile, die häufiger ausfallen und die für die Gerätefunktion von zentraler Bedeutung sind - wie zum Beispiel die Displays von Smartphones und Tablets. Dass Geräte laut neuem EU-Label gut zu reparieren sind, bedeutet allerdings nicht immer, dass Verbraucher die Schäden auch selbst beheben können.
Hinweise zum EU-Energielabel
Das einheitliche EU-Label gibt es bereits seit Mitte der 90er Jahre und ist auf Produkten wie Fernsehern, Kühlgeräten oder Waschmaschinen zu finden. Durch die Kategorisierung in Energieeffizienzklassen und Angaben zu Produkteigenschaften wie Lautstärke sowie Strom- und Wasserverbrauch lassen sich die Geräte entsprechend miteinander vergleichen. Ein Vergleich lohnt sich, da energieeffiziente Geräte mehrere hundert Euro im Jahr einsparen können.
Tag der Meere am 8. Juni
Der Welttag der Meere findet seit 2008 jedes Jahr am 8. Juni statt. Ziel ist es, auf die Bedrohung der Weltmeere und ihre Bedeutung aufmerksam zu machen. Die Meere sind lebenswichtig für das globale Klima, die Artenvielfalt und die Ernährungssicherung der Menschheit. Gleichzeitig sind sie durch Verschmutzung, Überfischung und den Klimawandel bedroht.
70 Prozent unserer Erde sind mit Wasser bedeckt, die Weltmeere bieten 80 Prozent der weltweiten Artenvielfalt, zudem versorgen sie Milliarden von Menschen mit Trinkwasser, Nahrung und Sauerstoff. Das bedeutet, dass sie eine entscheidende Rolle für unser Klima und unsere Luft- und Lebensqualität spielen. Es ist also sehr wichtig, die Meere und ihre Ökosysteme zu schützen, denn sie selbst können nichts gegen die Klimakatastrophe (steigende Meerestemperaturen und Meeresspiegel), Überfischung (Reduktion der Artenvielfalt) oder Vermüllung (Plastikabfälle) tun. Für die Umwelt und die Meere kann sich aber die auf der Welt lebende Bevölkerung einsetzen und bereits mit kleinen Beiträgen zum Erhalt beitragen.
Anbei eine Auswahl an Anregungen und Tipps, welche im Alltag umgesetzt werden können:
- Plastikmüll vermeiden: Verwenden Sie wiederverwendbare Einkaufstaschen, wiederbefüllbare Trinkflaschen und Behälter, um Plastikmüll zu reduzieren, der in die Meere gelangen kann
- Strand- und Gewässerreinigungen: Nehmen Sie an Strand- oder Flussreinigungen bzw. generell an Müllsammelaktionen teil, um Müll aus der Natur zu entfernen
- Bewusstes Verhalten am und im Wasser: Beim Schwimmen, Tauchen oder Schnorcheln sollten Sie keinen Müll hinterlassen und die Natur respektvoll behandeln
- Bewusst einkaufen: Entscheiden Sie sich, wenn Meeresfrüchte auf dem Einkaufszettel stehen, für nachhaltige Meeresfrüchte, die aus verantwortungsvoller Fischerei stammen
- Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks: Weniger Autofahren, energiesparend leben, nachhaltig konsumieren und erneuerbare Energien nutzen, um die Auswirkungen auf den Klimawandel zu reduzieren, der die Meere stark beeinflusst
Selbstverständlich müssen die Meere und Ozeane das gesamte Jahr über geschützt werden, aber gerade am 8. Juni kann der Blick ganz gezielt auf diese gerichtet werden. Die genannten Punkte dienen als Anregung und Denkanstoß, sie können im Hinblick auf nachhaltige Themen beliebig erweitert werden. Jede kleine Aktion zählt - gemeinsam können wir dazu beitragen, unsere Meere für zukünftige Generationen zu bewahren!
Tag der Umwelt am 5. Juni
Der Tag der Umwelt am 5. Juni ist eine bedeutende Gelegenheit, um das Bewusstsein für unsere Natur und die Herausforderungen unseres Planeten zu stärken. Seit seiner internationalen Einführung im Jahr 1972 erinnert dieser Tag jährlich daran, wie wichtig nachhaltiges Handeln und Umweltschutz sind. Er bietet Anlass, über Umweltprobleme wie Klimawandel, Artensterben und Ressourcenverschwendung nachzudenken und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Jeder Einzelne kann durch bewussten Konsum, Müllvermeidung und den persönlichen Einsatz für den Erhalt unserer Natur einen Beitrag leisten. Der Tag der Umwelt motiviert uns, Verantwortung zu übernehmen und aktiv für eine lebenswerte Zukunft einzutreten.
Der Tag der Umwelt in Deutschland steht in diesem Jahr unter dem Motto „Unser Wasser wertschützen“. Wasser ist die Grundlage allen Lebens und eine unersetzliche Ressource für Natur und Menschen. Doch unsere Wasserressourcen geraten zunehmend unter Druck. Als Folge des Klimawandels werden Hitze- und Dürreperioden aber auch Starkregen- und Hochwasserereignisse immer häufiger auftreten. Konkrete Maßnahmen, die ergriffen werden können, sind beispielsweise die generelle Reduktion des Wasserverbrauchs, die Vermeidung von Wasserverschmutzung sowie die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen.
Anbei eine Auswahl an Anregungen und Tipps, welche im Alltag beachtet werden können:
Haushalt
- Geschirrspüler und Waschmaschine nur voll beladen laufen lassen
- Duschsparköpfe einbauen bzw. generell Duschen statt Vollbad
- Farben, Essensreste, Öle etc. nicht im Abfluss bzw. der Spüle entsorgen
Garten
- Dünger, wenn notwendig, sparsam verwenden
- Flächen wenig bis gar nicht versiegeln, um Wasser die Möglichkeit zum Versickern zu bieten
- Regenwasser sammeln und zum Gießen benutzen
Unterwegs
- Wasser sparen, auch im Urlaub – gerade in Ländern mit knappen Wasserressourcen
- Autos dürfen laut Wasserschutzverordnung nicht zu Hause gewaschen werden; außer es wird nur mit klarem Wasser und einem Schwamm geputzt, um das Grundwasser nicht zu verunreinigen
Letztlich erinnert uns der Tag der Umwelt daran, dass Umweltschutz kein einmaliges Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess ist, der Engagement auf allen Ebenen erfordert. Alle Wassernutzer sind daher aufgefordert, sparsam mit Wasser umzugehen, entnommenes Wasser so effizient wie möglich zu verwenden und Gewässer sowie das Grundwasser nicht unnötig zu verschmutzen.
Aktualisierte Rote Liste der Wildbienen in Baden-Württemberg
Jede zweite Art in Baden-Württemberg ist gefährdet
„Rund 500 verschiedene Arten von Wildbienen sind aus Baden-Württemberg bekannt. Fast jede zweite Art ist in ihrem Bestand gefährdet“, fasst Dr. Ulrich Maurer, Präsident der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), die wichtigsten Erkenntnisse der neu veröffentlichten aktualisierten Roten Liste der Wildbienen in Baden-Württemberg zusammen.
Steigende Anteile ausgestorbener und vom Aussterben bedrohter Arten
„Seit der Veröffentlichung der letzten Roten Liste im Jahr 2000 hat sich der Anteil der vom Aussterben bedrohten Wildbienen-Arten fast verdoppelt: Der Anteil liegt jetzt bei 16,3 Prozent, im Jahr 2000 waren es noch 8,3 Prozent. Diese Entwicklung muss uns alarmieren. Wildbienen spielen eine Schlüsselrolle für den Erhalt unserer Natur: Sie bestäuben unsere heimischen Pflanzen, tragen damit zu ihrer Vermehrung bei und sichern so die Lebensgrundlage zahlreicher Tierarten“, erläutert Maurer.
Auch der Anteil der ausgestorbenen oder verschollenen Arten hat sich nun auf 6,9 Prozent erhöht gegenüber 5 Prozent im Jahr 2000 und auch der Anteil der gefährdeten Arten ist von 45,3 Prozent auf heute 48,2 Prozent gestiegen. „Diese Zahlen zeigen, der Trend zur Abnahme der Arten ist ungebrochen und schnell voranschreitend“, warnt Maurer.
Intensive Landnutzung und Klimawandel setzen den Wildbienen zu
Wildbienen haben hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Sie benötigen geeignete Nistplätze sowie häufig spezifische Nahrungspflanzen. Rund ein Drittel der Wildbienen ist auf Pollen einzelner Arten spezialisiert und lebt mit ihnen in Symbiose.
Neue Siedlungen, Bauprojekte und Versiegelung zerstören viele Kleinstrukturen, die für Wildbienen essenziell sind. Überdüngung, zu häufige Mahd und der Einsatz von Pestiziden verschlechtern die Qualität verbleibender Habitate. Das Angebot blühender Kräuter nimmt dadurch ab – und damit die Nahrungsgrundlage der Bienen. „Durch den Klimawandel kommen weitere Probleme hinzu. Extreme Niederschläge und Dürren führen dazu, dass die Nester bodenbrütender Arten überschwemmt werden und benötigte Blüten verdorren“, erläutert Maurer die Herausforderungen für die Wildbiene.
Artenschutz wirkt
Die Ergebnisse der Roten Liste zeigt aber auch, dass Maßnahmen zum Schutz von Populationen wirken, wie sie beispielsweise im Rahmen des Artenschutzprogramms des Landes bereits seit 1993 für die Wildbienen durchgeführt werden. Das Programm ermöglichte den Fortbestand stark gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Arten, wie der Mohnbiene. Für eine Population dieser Art wurden bei Ellwangen im Ostalbkreis Teile einer Sandgrube bei der Wiederauffüllung als Lebensraum für die Mohnbiene erhalten. Durch den Landschaftserhaltungsverband-Ostalbkreis wird die Pflege gesichert und eine Wildbienenweide wurde angelegt, was den Fortbestand der Population ermöglicht.
„Für eine Trendumkehr braucht es jedoch eine konsequente Umsetzung großräumiger Maßnahmen, um die Vielzahl an Wildbienen im Land dauerhaft erhalten zu können“, so Maurer. „Die Umsetzung des landesweiten Biotopverbunds auf 15 Prozent der Landesfläche bis 2030 und die 2023 verabschiedete EU-Initiative für Bestäuber setzen diesbezüglich relevante Weichen.“
Verlierer, Gewinner und Wiederentdeckte
Einige Arten konnten sich in den letzten Jahren nicht mehr behaupten. Ausgestorben aufgrund des Verlusts ihrer Lebensräume sind beispielsweise die Samthummel oder die Flockenblumen-Blattschneiderbiene. Von den steigenden Temperaturen profitieren hingegen weniger anspruchsvolle, wärmeliebende Arten, wie die Gelbbindige Furchenbiene, die sich in den letzten Jahren im gesamten Land ausgebreitet hat und als nun als ungefährdet eingestuft wurde, im Jahr 2000 stand sie noch auf der Vorwarnliste.
Besonders erfreulich sind sogenannte „Wiederfunde“, das sind Arten, die bereits als ausgestorben oder verschollen bewertetet wurden. Dazu gehören die Grüne Schneckenhausbiene und die Kleine Holzbiene, die nach über 50 Jahren erstmals wieder nachgewiesen werden konnten, in einem offen gelassenen Steinbruch auf der Ostalb und auf neu angelegten Böschungen in der Nähe des Isteiner Klotzes im Landkreis Lörrach. „Diese Beispiele zeigen, schon kleine Maßnahmen helfen weiter“, so Maurer.
Die 4. Fassung der Roten Liste steht als kostenlose PDF-Datei zum Herunterladen im Publikationsdienst der LUBW bereit: https://pd.lubw.de/10628.
Mähfreier Mai für mehr Artenvielfalt im Garten
Der Monat Mai ist ein echter Biodiversitäts-Höhepunkt im Jahreskalender. Viele Insekten, Vögel und weitere Tiere brauchen in dieser Zeit ausreichend Nahrungsangebote und Rückzugsflächen. Der mähfreie Mai stärkt die Biodiversität und das Ökosystem Garten. Er ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Hierbei hilft bereits, einen bestimmten Bereich nicht zu mähen, sodass der Garten dennoch gepflegt aussieht und Zugangswege frei sind. Machen Sie für den Rest des Monats noch mit, denn weniger mähen zaubert bunte Gärten, Blüten locken Insekten an und natürliches Vogelfutter kann man ohne weiteres wachsen lassen
PENDLA – aus Nachbarn werden Mitfahrer
Das Thema nachhaltige Mobilität spielt auch in Grünsfeld eine entscheidende Rolle. Der Main-Tauber-Kreis sowie alle 18 Städte und Gemeinden im Landkreis haben zum 1. Januar 2023 die digitale Mitfahr-App PENDLA eingeführt. Mittels der App soll die Bildung von Fahrgemeinschaften vereinfacht werden, um die Verkehrsbelastung generell und den dadurch verursachten Abgasausstoß deutlich zu verringern. Zudem können durch Fahrgemeinschaften die Kosten für den eigenen Unterhalt des Autos sowie weniger Tankfüllungen der eigene Geldbeutel geschont werden. Mit Hilfe dem Pendel-Kostenrechner www.pendla.com/pendelkostenrechner können Sie beispielhaft Ihre Kosten für die zurückgelegte Wegstrecke berechnen.
Mehrwert sowohl für Bevölkerung als auch Unternehmen
Gemäß dem Motto „Aus Nachbarn werden Mitfahrer“ kann durch die Bildung von Fahrgemeinschaften der Weg zum Arbeitsplatz klimaschonender und kostengünstiger zurückgelegt werden. Für die Pendlerinnen und Pendler ist die Nutzung des Systems kostenfrei. Die Finanzierung wird vom Landkreis sowie den Städten und Gemeinden getragen. Die Aufteilung möglicher Fahrtkosten geschieht individuell zwischen Fahrer und Mitfahrenden.
Auch Unternehmen können PENDLA nutzen und kostenfrei den Betriebssitz unter www.pendla.com/firma-eintragen hinterlegen. Dadurch wird die Firma noch schneller gefunden und generell die Erreichbarkeit der Betriebe verbessert. Unternehmen sollten ihre Mitarbeitenden darauf hinweisen, dass es diese Möglichkeit der Mitfahrgelegenheit gibt.
Die digitale Mitfahrplattform für den Main-Tauber-Kreis ist plattformunabhängig auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets, genauso wie auf dem PC zu Hause unter www.main-tauber-kreis.pendla.com verfügbar. Dank des integrierten User-Matchings werden alle eingegebenen Fahrtangebote und Mobilitätsbedarfe abgeglichen und mögliche Fahrgemeinschaften vorgeschlagen. Eine Anmeldung ist mit wenigen Klicks möglich.
So einfach geht’s:
- Kostenlos anmelden unter www.gruensfeld.pendla.com/de
- Start & Ziel eintragen
- Passende Mitfahrer finden
- Gemeinsam pendeln
Weiterführende Informationen sowie einen Informationsflyer zu PENDLA gibt es ebenfalls unter https://www.gruensfeld.de/unsere-stadt/lage-verkehr/oeffentliche-verkehrsmittel
Nachhaltige Mobilität im Stadtgebiet
Das Grünsfelder ÖPNV-Angebot kann sich sehen lassen, auch wenn es immer wieder Punkte gibt, die verbessert oder angepasst werden können. Dennoch muss sich Grünsfeld nicht verstecken, denn es ist bereits ein umfassendes ÖPNV-Angebot vorhanden: Neben dem Bahn- und Busnetz durch die VGMT gibt es als Ergänzung den städtischen Bürgerbus. Außerdem ergänzt wird das Angebot mit dem E-Carsharing-Auto, welches ebenfalls der Bevölkerung zur Nutzung zur Verfügung steht, sowie der Anbindung an das RufTaxi-Angebot des Main-Tauber-Kreises.
Nachhaltige Mobilität in Grünsfeld und im gesamten Main-Tauber-Kreis
Das Thema nachhaltige Mobilität spielt auch in Grünsfeld eine entscheidende Rolle. Mobil im ländlichen Raum zu sein heißt meist, mindestens einen PKW zu besitzen. Eine Vielzahl an Menschen innerhalb des ländlich geprägten Main-Tauber-Kreises ist auf weitere zuverlässige und funktionierende Angebote angewiesen. Gemeinsam mit dem Main-Tauber-Kreis, der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber mbH, der Stadtwerk Tauberfranken GmbH und engagierten Ehrenamtlichen bietet die Stadtverwaltung Grünsfeld ihren Bürgerinnen und Bürgern eine Vielzahl weiterer nachhaltiger Mobilitätsangebote:
Bürgerbus
Von Montag bis Freitag können die Bürgerinnen und Bürger von Grünsfeld mit seinen Teilorten den Bürgerbus nutzen. Dieser holt Sie für einen kleinen Unkostenbeitrag vom gewünschten Abfahrtsort ab und bringt Sie zum gewünschten Zielort. Dank der Unterstützung einer Vielzahl ehrenamtlicher Fahrerinnen und Fahrer kann dieses Angebot der Grünsfelder Bevölkerung ermöglicht werden. Der Bus wird dort eingesetzt, wo gewerblicher Linienverkehr wirtschaftlich nicht tragbar ist. Hierdurch kann in nachfrageschwachen Bereichen oder Zeiten die Mobilität der Grünsfelder Bevölkerung gewährleistet werden ohne übermäßige Kosten zu verursachen.
E-Car-Sharing
Seit September 2023 verfügt Grünsfeld über ein E-Car-Sharing-Fahrzeug. Dieses befindet sich hinter dem Rathaus, Betreiber ist die Stadtwerk Tauberfranken GmbH. Eine Nutzung kann über die MOQO-App erfolgen, in der man sich zunächst registriert, sodann seinen Führerschein validiert und eine Zahlungsmethode hinterlegt. Im Anschluss ist die Buchung des E-Car-Sharing-Autos möglich. Es fallen einmalige Registrierungsgebühren an, hinzu kommen die Nutzungskosten je nach Einsatzzeit und Wegstrecke. Die Grünsfelder Bevölkerung wird gerne dazu eingeladen, diese Möglichkeit der nachhaltigen Mobilität rege zu nutzen. Detaillierte Informationen zum Car-Sharing in Grünsfeld können auf der Grünsfelder Website nachgelesen werden.
Bahn- und Busanbindung
Die Stadt Grünsfeld ist sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Der Bahnhaltepunkt der Frankenbahn zwischen Würzburg und Osterburken am Bahnhof Grünsfeld und Bahnhof Zimmern wird regelmäßig frequentiert. Hinzu kommt der Busverkehr. Im Jahr 2024 wurden die Bahnhaltepunkte barrierefrei gestaltet und ertüchtigt, die offizielle Inbetriebnahme in Grünsfeld erfolgte im November 2024, Zimmern folgt. Nähere Informationen und Fahrplanauskünfte können bei der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber mbH (VGMT) angefragt werden.
PENDLA
Der Main-Tauber-Kreis sowie alle 18 Städte und Gemeinden im Landkreis haben zum 1. Januar 2023 die digitale Mitfahr-App PENDLA eingeführt. Über die Plattform PENDLA können Fahrgemeinschaften mit Personen aus der räumlichen Nähe des eigenen Start- oder Zielpunktes gebildet werden. Fahrgemeinschaften entlasten die Straßen, reduzieren Lärm, schonen den Geldbeutel und sind gut für die Umwelt. Die Nutzung der Plattform ist für Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Unternehmen können sich ebenfalls kostenfrei registrieren und ihre Mitarbeitenden auf das Angebot aufmerksam machen. Weiterführende Informationen gibt es unter www.vgmt.de/pendla.
RufTaxi
Die Verkehrsgesellschaft Main-Tauber mbH (VGMT) bietet ein umfassendes RuxTaxi-Angebot an, welches den Schienen- und Busverkehr ergänzt. Abfahrts- und Ankunftspunkt ist jeweils an einer Haltestelle des öffentlichen Personennahverkehrs. Fahrtenauskünfte des RufTaxi sind möglich über Smartphone, PC, ausgehängte Fahrpläne oder können telefonisch unter Telefonnummer: 0621-1077077 angefragt werden. Buchungen sind ebenfalls über vorgenannte Punkte möglich und sollten mindestens eine Stunde im Voraus erfolgen. An Sonn- und Feiertagen muss die RufTaxi-Fahrt bereits am Vortag gebucht werden. Insgesamt gibt es im Main-Tauber-Kreis 21 Ruftaxikorridore. Weiterführende Informationen können unter www.vgmt.de/ruftaxi nachgelesen werden.
Auch der Umstieg auf das Fahrrad trägt seinen Teil dazu bei, den Individualverkehr nachhaltiger zu gestalten und die Nutzung mit dem eigenen Auto zu reduzieren. Gerne möchte die Verwaltung bereits auf das STADTRADELN 2025 aufmerksam machen. In der Zeit von Montag, 19. Mai, bis Sonntag, 8. Juni, heißt es wieder: „Auf die Räder, fertig, los“ und möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zurücklegen.
Insektenparadies vs. Schottergarten
Schottergärten polarisieren – während einige die Gartengestaltung mit Steinen als modern und pflegeleicht empfinden, beklagen andere die negativen Effekte auf die Natur und das Klima. Die Faktenlage ist eindeutig: Schottergärten sind langfristig weit entfernt von pflegeleicht, unkrautfrei und klimafreundlich. Sie sind sowohl für die heimische Flora und Fauna als auch für das Mikroklima schädlich.
Denn Schottergärten beheimaten nur wenige Pflanzen, bieten Tieren kaum Verstecke und Insekten keine Nahrung. Zudem heizen sie sich im Sommer so stark auf, dass regelrechte Todeszonen für viele Lebewesen entstehen. Die Erhitzung führt auch dazu, dass sich umliegende Gebäude stärker erwärmen und nachts weniger stark abkühlen. Bei Starkregenereignissen nehmen geschotterte Vorgärten und Flächen weniger Wasser auf als Rasenflächen, wodurch es zu Überflutungen kommen kann. Zudem tragen sie nicht zur Luftfilterfunktion oder der Absorption von Schallwellen bei.
Auch die Gesetzeslage ist eindeutig geregelt: seit 1. Juli 2020 sind Neuanlagen von Schottergärten verboten. Auch zuvor waren Schottergärten bereits nicht erlaubt, da nach § 9 Abs. 1 Landesbauordnung nicht überbaute Flächen begrünt werden müssen.
Einfache Gestaltung einer insektenfreundlichen Umgebung
Im weiteren Verlauf geben wir Ihnen einige Empfehlungen, wie Sie Ihren Schottergarten umgestalten und von einer Schotterpiste zu einem Insektenparadies umrüsten können:
Blühende Pflanzen, Staudenbeete und Kräuterecken
Pflegeleichte Stauden und Blumenwiesen führen nicht nur dazu, dass Sie weniger Arbeit im Garten haben, sondern führen auch dazu, dass Bienen und Schmetterlinge angezogen werden und der Garten belebt wird. In diesem Zuge empfiehlt es sich – sofern möglich - Beete so zu gestalten, dass sie ganzjährig blühen. So wird eine kontinuierliche Nahrungsquelle für Insekten geschaffen. Stauden, die im Herbst ihre Blütenpracht entfalten sollen, können im Frühjahr eingepflanzt werden. Kräuter wie Minze, Oregano oder Thymian sind nicht nur für die eigene Küche zum Kochen nützlich, sondern locken ebenfalls Bienen an.
Wasserstellen und Rückzugsort für Insekten und Reptilien
Als weitere Gestaltungsoption können Sie einen kleinen Haufen Schotter zurückhalten (der Großteil muss definitiv weichen) sowie Totholz verwenden, um einen Rückzugsort für Eidechsen und Insekten zu bilden. Ein einfaches Insektenhotel lässt sich aus Naturmaterialien wie Holz oder Bambus gestalten. Diese bieten Nistplätze für Wildbienen und andere nützliche Insekten. An heißen Tagen kann eine flache Schale mit Wasser sowohl Tieren als auch Insekten eine wichtige Wasserquelle bieten.
Der Wechsel von einem Schottergarten zu einem insektenfreundlichen Garten kann nicht nur die Biodiversität fördern, sondern auch das eigene Zuhause mit einem bunten Mix aus Grünfläche und Blüten in einen lebendigen Rückzugsort für Mensch und Tier verwandeln. Durch einfache Maßnahmen und eine kreative Umgestaltung kann jeder dazu beitragen, gleichzeitig die Umwelt zu schützen und einen schönen Garten zu genießen.
Zigaretten-Stummel und ihre Folgen für die Umwelt
Umweltverschmutzung ist ein drängendes Problem, welches in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Ein häufig übersehener, aber doch signifikanter Aspekt: Umwelt- und Wasserverunreinigung durch achtlos in der Natur entsorgte Zigarettenstummel. Dieser giftige Sondermüll ist millionenfach in der Umwelt zu finden. Schätzungen zufolge landen bis zu 2/3 der gerauchten Zigaretten in Grünanlagen oder auf der Straße, was weltweit etwa 4,5 Billionen Zigarettenkippen pro Jahr in die Natur führt.
Die in Zigaretten vorhandenen schädlichen Chemikalien, wie Nikotin, Schwermetalle und weitere Giftstoffe, gefährden nicht nur die Wasserqualität, sondern auch die Gesundheit von Mensch und Tier. Wenn Zigarettenstummel in Gewässer gelangen, können sie nachhaltigen Schaden anrichten und durch Wind und Regen in das Grundwasser gelangen. Eine sorglos weggeworfene Zigarette kann rund 40 bis 60 Liter Grundwasser verunreinigen. Zudem setzen Witterungsprozesse weitere schädliche Substanzen frei, die sich in der Umwelt anreichern und in die Nahrungskette gelangen, was sowohl Fische als auch Menschen gefährden kann.
In der Regel steht auf dem gesamten Kommunengebiet eine Vielzahl an Mülleimern zur Verfügung, um die abgebrannten Zigaretten ordnungsgemäß zu entsorgen. Falls kein Mülleimer in Sicht ist, empfiehlt sich die Verwendung eines kleinen, metallischen Taschenaschenbechers zur Zwischenlagerung der Zigarettenreste. Weggeschnippte Zigarettenstummel sind weltweit das häufigste Abfallprodukt. Tragen Sie mit zu einer saubereren Grünsfelder Gemarkung bei. Gemeinsam für eine saubere (Kippen-freiere) Umwelt.
Earth Hour am Samstag, 22. März – Gemeinsam für unseren Planeten
Am Samstag, 22. März, findet weltweit die Earth Hour statt – ein symbolisches Zeichen für den Klimaschutz und die Bewahrung unserer Erde. In der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr sind Menschen weltweit aufgerufen, ihre Lichter auszuschalten und sich aktiv für den Schutz unserer Umwelt einzusetzen. Durch die symbolische Dunkelheit soll auf die Folgen des Klimawandels und dessen Bedrohung für alle Lebewesen auf unserer Erde hingewiesen werden.
Erstmals wurde die Earth Hour im Jahr 2007 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer sehr großen, weltweiten Umweltbewegung entwickelt. Zahlreiche Kommune und Unternehmen sowie Millionen von Menschen beteiligen sich und tragen dazu bei, ein starkes Zeichen gegen den Klimawandel und seine Folgen zu setzen. Rund um privaten Wohnraum, an öffentlichen Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen soll ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz gesetzt werden.
In diesem Jahr steht die Earth Hour unter dem Motto „Licht aus. Stimme an. Gemeinsam für einen lebendigen Planeten“. Es ist eine Aufforderung, nicht nur für diese eine Stunde, sondern auch darüber hinaus aktiv zu werden. Jede/r Einzelne kann einen Unterschied machen, beispielsweise durch Energieeinsparung, Recycling oder den Verzicht auf Plastik. Es gibt viele Möglichkeiten, sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website des WWF unter www.wwf.de/earth-hour.
Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen und für eine nachhaltige Zukunft kämpfen. Schalten Sie am Samstag, 22. März, Ihre Lichter aus und seien Sie Teil der globalen Bewegung. Jeder Beitrag zählt – für unseren Planeten, für zukünftige Generationen - machen Sie mit.
Feuchte Fenster und Schimmelbildung vermeiden
Feuchte Fenster, dunkle Schimmelflecken: Insbesondere im Winter sind viele Haushalte von diesen Problemen betroffen. Feuchte Fenster werden häufig als harmlos abgetan, doch auch sie bergen Risiken für die Bausubstanz und die Gesundheit.
Unsere Umgebungsluft enthält generell Feuchtigkeit. Warme Luft kann dabei mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Trifft warme Raumluft auf eine kalte Oberfläche, kann es sein, dass der Sättigungspunkt der Luft erreicht wird. Dann kondensiert der Wasserdampf. Der Randbereich von Fensterscheiben ist meist der kälteste Bereich der Gebäudehülle. Das Phänomen der Tauwasserbildung kommt hier besonders häufig vor. Feuchtigkeitsprobleme können aber auch an anderen kalten Oberflächen, beispielsweise in den Raumecken oder hinter Schränken, die vor Außenwänden stehen, entstehen. Dabei kann sich Schimmel bereits bilden, bevor Tauwasser sichtbar wird oder sich die Wand feucht anfühlt. Feuchtigkeit und Schimmelpilze können Baumaterialien beschädigen, was langfristig hohe Renovierungskosten verursacht.
Tipps für ein schimmelfreies Zuhause
- Kondenswasser sofort entfernen: Mit einem weichen Tuch das Wasser von den Fensterrahmen wischen – so verhindern Sie Schimmel an den Dichtungen.
- Raumtemperatur konstant halten: Sorgen Sie für eine Mindesttemperatur von 16 bis 18°C in allen Wohnräumen. Bei schlechtem Bauzustand sind oft höhere Temperaturen erforderlich.
- Richtig lüften: Ein Drei-Personen-Haushalt gibt pro Tag bis zu zwölf Liter Wasser an die Raumluft ab. Wird nicht ausreichend gelüftet, kann das leicht zu Problemen führen. Mehrmals täglich Stoßlüften (5 bis 10 Minuten) sorgt für einen optimalen Luftaustausch und reduziert die Feuchtigkeit im Raum.
- Feuchtigkeit messen: Hygrometer helfen, die Luftfeuchtigkeit zu überwachen. Werte zwischen 40 und 60 Prozent sind ideal.
- Abstand halten: Möbel sollten mindestens 5 bis 10 Zentimeter von Außenwänden entfernt stehen, damit die Luft gut zirkulieren kann.
Wer dauerhaft mit feuchten Fenstern und Schimmel zu kämpfen hat, sollte über bauliche Maßnahmen nachdenken. Folgende Lösungen können langfristig Abhilfe schaffen:
- Bessere Wärmedämmung: Eine unzureichende Dämmung von Außenwänden führt dazu, dass sich kalte Flächen bilden, an denen Feuchtigkeit kondensieren kann. Eine nachträgliche Dämmung, insbesondere in Altbauten, kann helfen, die Temperaturunterschiede zu minimieren.
- Fensteraustausch: Fachgerecht eingebaute, moderne Fenster mit Mehrfachverglasung verhindern Wärmebrücken und reduzieren die Tauwasserbildung. Beim Tausch von mehr als einem Drittel der Fenster muss von einem Experten ein Lüftungskonzept erstellt werden.
- Lüftungssysteme installieren: Kontrollierte Wohnraumlüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sind eine effiziente Möglichkeit, Feuchtigkeit in der Luft gezielt zu reduzieren, ohne Energieverluste durch offene Fenster zu haben.
- Smart-Home-Lösungen: Intelligente Raumklima-Sensoren messen Luftfeuchtigkeit und Temperatur und können automatische Lüftungsempfehlungen geben. In Kombination mit smarten Heizungssteuerungen lassen sich so optimale Bedingungen schaffen.
Feuchte Fenster und Schimmelbildung sind kein unvermeidbares Übel. Mit einfachen Maßnahmen kann allerdings jeder Haushalt effektiv vorbeugen. Wer unsicher ist, sollte rechtzeitig Fachleute hinzuziehen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg steht hier ebenfalls als Ansprechpartner zur Verfügung und gibt Hinweise, wie sich diese Probleme vermeiden lassen (www.verbraucherzentrale-energieberatung.de).
Vorgaben für ältere Kamine und Kachelöfen
Bis zum 31. Dezember 2024 sollten Verbraucherinnen und Verbraucher für ältere Kamine und Kachelöfen nachweisen, dass diese die gesetzlich festgelegten Grenzwerte einhalten, denn seit Anfang 2025 gelten in Deutschland strengere Emissionsgrenzwerte für Kamin- und Kachelöfen. Fehlt der Nachweis oder wurde nicht nachgerüstet, gilt die Feuerstätte erst einmal als stillgelegt. Wichtig zu beachten: es gilt kein generelles Verbot für Kaminöfen.
Bei vielen Menschen sorgen Kachelöfen und Kaminfeuer für behagliche Wärme in den eigenen vier Wänden. Damit solche Einzelraumfeuerstätten auch weiterhin betrieben werden dürfen, mussten sie grundsätzlich bis Ende letzten Jahres nachgerüstet werden. Das Ziel: Die Kamine und Kachelöfen sollen die Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhalten, die in der der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) vorgegeben sind. Von der Nachrüstung betroffen sind grundsätzlich alle Feuerstätten mit einem Typenschild bzw. einer Inbetriebnahme zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010. Nun dürfen diese nicht mehr als vier Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter Abgas und 0,15 Gramm Staub je Kubikmeter Abgas ausstoßen. Seit Jahresbeginn kontrollieren Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger im Rahmen der regelmäßigen Feuerstättenschau, ob die Vorschriften eingehalten werden.
Ausnahmen, Nachrüstungsmöglichkeiten sowie Austauschoptionen
- Ausnahmen
Es gibt Ausnahmen von der Regel: Ältere Geräte, die bereits der ersten Stufe der BImSchV entsprechen und Feuerstätten, die vor 1950 errichtet wurden oder als einzige Heizquelle einer Wohnung dienen, haben Bestandsschutz. Gleiches gilt für Kachelgrundöfen, Badeöfen, Backöfen und offene Kamine, die nur gelegentlich genutzt werden dürfen (max. 8 Tage im Monat je 5 Stunden).
- Nachrüstung
Kamine und Kachelöfen, die seit dem 1. Januar als stillgelegt gelten, können wieder in Betrieb genommen werden, wenn sie mit einer Staubminderungseinrichtung nach dem neuesten Stand der Technik nachgerüstet werden. Diese Einrichtung braucht eine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) und muss für diese Einzelraumfeuerstätte geeignet sein. Vor dem Einbau sollten Fachleute überprüfen, ob mit der Nachrüstung der Nachweis für den Weiterbetrieb im Sinne der 1. BImSchV überhaupt möglich ist. Denn der nachträgliche Einbau der Staubminderungseinrichtung kann hohe Kosten verursachen.
- Austausch
Wer plant, sich einen neuen Kamin oder Kachelofen anzuschaffen, ist bei den Grenzwerten auf der sicheren Seite: Feuerstätten, die aktuell im Handel verkauft werden, müssen die gesetzlichen Vorschriften erfüllen und benötigen keinen weiteren Nachweis, ob die Grenzwerte eingehalten werden. Für neue Öfen sollte, wenn möglich, das Umweltlabel „Blauer Engel“ bevorzugt werden, da diese Modelle effizienter und emissionsärmer als andere Modelle sind. Das bedeutet: Sie haben einen höheren Wirkungsgrad, weniger Brennstoffeinsatz und damit geringere Kosten. Wer sparsam und effizient mit Holz heizt, minimiert somit Feinstaub und CO2-Emissionen.
Wenn bei Ihnen demnächst eine Feuerstättenschau oder ein genereller Termin des Schornsteinfegers ansteht, fragen Sie bei ihm hinsichtlich der aktuellen Vorgaben nach. Darüber hinaus stehen bei Fragen rund um Kamine und Feuerstätten ebenfalls die Energieberaterinnen und Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit ihrem umfangreichen Angebot zur Verfügung. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Die Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Beratungsgespräche können im Rahmen der stationären Energieberatung durch die Energieagentur Main-Tauber-Kreis in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erfolgen. Anmeldungen sind möglich bei der Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH unter Telefonnummer: 09341-825813. Mehr Informationen gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter Telefonnummer: 0800/809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Internationaler Tag des Energiesparens am 5. März
Der Tag des Energiesparens hat das Ziel, das Bewusstsein für Energieeffizienz und den sparsamen Umgang mit Ressourcen zu schärfen. Durch verschiedene Aktionen und Informationsangebote sollen Menschen motiviert werden, ihren Energieverbrauch zu reduzieren und nachhaltige Praktiken in ihren Alltag zu integrieren. Steigende Heiz- sowie Stromkosten können daher ein guter Anlass sein, am weltweiten Tag des Energiesparens am Mittwoch, 5. März, das eigene Verbrauchsverhalten einmal ganz genau zu betrachten. Gerade in Privathaushalten liefern Strom- und Heizverbrauch Energiesparpotentiale. So können neben der Umwelt auch der eigene Geldbeutel deutlich entlastet werden.
Wer bereits bewusst und stetig seinen Verbrauch überwacht – klasse! Wer noch Tipps oder Hinweise braucht, kann sich von folgenden Punkten inspirieren lassen, was im Alltag und Haushalt generell möglich ist, um mit wenigen Handgriffen Kosten und Energie einzusparen:
Haushalt
- Beleuchtung optimieren:
Allein bis zu 90 Prozent Strom können eingespart werden, wenn sparsame LED-Lampen anstelle von Glüh- oder Halogenlampen verwendet werden. Daher sollten Räume auch nur dann beleuchtet sein, wenn sie besetzt sind. Wer den Raum nur kurz verlässt und bereits LED-Lampen eingebaut hat, fährt dennoch gut damit, das Licht auszuschalten. Die Einsparung erscheint als gering, macht sich aber dennoch in Summe bemerkbar. - Geräte ausschalten und Steckdosenleisten verwenden:
Geräte sollten komplett ausgeschalten und nicht im Stand-by-Modus gehalten werden. Mit ausschaltbaren Steckdosenleisten können mit einem Schalter gleich mehrere Verbraucher vom Netz und entsprechend vom Strom getrennt werden. Auch generell gilt: Stecker von Laptops, Geräten oder Mobiltelefonen immer aus der Steckdose ziehen, wenn nicht über einen Klick gemeinsam abschaltbar. Auf den ersten Blick wird hier vielleicht nur ein kleiner Betrag eingespart, allerdings kann je nach Gerät eine beachtliche Menge Strom und Geld eingespart werden. - Kühlschranktemperatur und energieeffiziente Geräte:
Achten Sie beim Kauf neuer Geräte auf das Energielabel und wählen Sie Modelle mit hoher Energieeffizienz. Beim Kühlschrank empfiehlt sich die Einstellung auf etwa 7 °C, sonst wird viel Energie für das regelmäßige Herunterkühlen verwendet. Beim Gefrierschrank empfiehlt sich die Einstellung auf -18 °C.
Heizung und Kühlung
- Heizkörper entlüften:
Entlüften Sie Ihre Heizkörper regelmäßig, um eine effiziente Wärmeverteilung zu gewährleisten. Durch das Entfernen von Luft, die sich im Heizsystem ansammeln kann, stellen Sie sicher, dass die Heizkörper gleichmäßig Wärme abgeben und kältere Stellen vermeiden. Dies trägt nicht nur zu einem angenehmen Raumklima bei, sondern kann auch den Energieverbrauch senken und die Lebensdauer Ihrer Heizungsanlage verlängern. - Thermostate nutzen:
Senken Sie die Temperatur in den Räumen, die Sie nicht häufig nutzen, und nutzen Sie programmierbare Thermostate. Mit der Reduktion von 1 °C Zimmertemperatur können bis zu 6 % Energie eingespart werden. Der Einbau intelligenter Thermostate kann die Heizkosten bis zu 10 % senken. So pumpt die Heizung nicht unnötig Wasser durch die vorhandenen Heizkörper. - Abdichtung von Fenstern und Türen:
Fenster und Türen spielen eine entscheidende Rolle in der Energieeffizienz eines Hauses. Wenn sie nicht richtig abgedichtet sind, können sie erhebliche Wärmeverluste verursachen, was nicht nur den Wohnkomfort beeinträchtigt, sondern auch zu höheren Heizkosten führt. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll. Wenn Sie Undichtigkeiten feststellen, gibt es beispielsweise mit Dichtbändern, Dichtungsleisten oder Dichtungsmasse Materialien und Methoden zur Abdichtung; bei Unsicherheiten gerne Fachpersonal hinzuziehen.
Wasser sparen
- Wassertemperatur senken:
Wasserboiler, die auf höhere Temperaturen eingestellt sind, verbrauchen mehr Energie, um das Wasser zu erhitzen und auf dieser Temperatur zu halten. Durch das Reduzieren der Temperatur auf 60 °C können Sie den Energieverbrauch erheblich senken, was sich positiv auf Ihre Stromrechnung auswirkt. Eine niedrigere Temperatur bedeutet weniger häufiges Heizen und damit geringeren Energieaufwand. Zudem ist für die meisten Haushalte eine Wassertemperatur von 60 °C ausreichend für alltägliche Anwendungen wie Duschen, Baden, Geschirrspülen und Wäschewaschen. - Wassersparende Armaturen:
Installieren Sie Durchflussbegrenzer oder Wasserspar-Duschköpfe bei Wasserhähnen und in der Dusche. Ein handelsüblicher Duschkopf hat in der Regel einen Wasserdurchfluss von ca. 12 bis 15 Litern pro Minute. Mit einem Durchflussbegrenzer kann die Menge auf ca. die Hälfte an Wasserdurchfluss reduziert werden.
Der Tag des Energiesparens am 5. März bietet eine hervorragende Gelegenheit, um über den eigenen Energieverbrauch nachzudenken und Maßnahmen zur Einsparung zu ergreifen. Doch der Schutz der Ressourcen unserer Erde ist nicht nur an diesem speziellen Tag wichtig. An jedem Tag des Jahres sollten wir uns bewusst mit unserem Verbrauch auseinandersetzen und aktiv zur Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks beitragen. Jeder kleine Beitrag zählt und kann helfen, sowohl das Klima zu schützen als auch Geld zu sparen. Nutzen Sie die oben genannten Hinweise, um Ihren Energieverbrauch zu reflektieren und gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft zu arbeiten.
Energiediebe Wasserkocher und Mikrowelle
Beim heutigen Alltagstipp handelt es sich um zwei altbewährte Küchenhelfer – den Wasserkocher sowie die Mikrowelle. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten können, um mit den beiden Küchengeräten umgehend Energie zu sparen.
Hinweise zum Wasserkocher
- Füllmenge beachten
Los geht es bereits, bevor das Gerät überhaupt eingeschaltet wird: Zunächst sollte auf die richtige Füllmenge geachtet werden und schon beim Einfüllen zu heißem Hahnwasser gegriffen werden (vorausgesetzt, es muss nicht erst viel kaltes Wasser den Abfluss herunterfließen!) So sparen Sie schon zu Beginn Zeit und wertvolle Energie.
- Wasserkocher händisch abschalten
Und schon geht es weiter: Häufig bleibt der Wasserkocher eingeschaltet, obwohl das Wasser bereits am Kochen ist. Achten Sie deshalb darauf, welche Temperatur benötigt wird und unterbrechen Sie den Kochvorgang - wenn möglich - vorzeitig per Hand, wenn es sich nicht um einen Wasserkocher handelt, welcher mit Temperaturangaben einzustellen ist.
- Regelmäßig reinigen
Und nach dem Gebrauch? Um auch langfristig noch Energie zu sparen, sollte der Wasserkocher regelmäßig entkalkt werden. Das sieht nicht nur besser aus, sondern sorgt auch dafür, dass das Gerät dauerhaft energieeffizient bleibt. Falls das Wasser besonders kalkhaltig ist, empfiehlt sich ggf. im Vorfeld die Nutzung eines Wasserfilters.
Energiedieb Mikrowelle
Ihnen ist gewiss bekannt, dass viele Geräte im Stand-by-Modus Strom verbrauchen – oft, ohne dies aktiv zu merken. Ein guter Hinweis darauf sind Displays und Funktionen wie WLAN –denn auch im Ruhezustand wird hier ordentlich Energie gezogen. Darunter fällt mitunter auch der Energiedieb Mikrowelle.
- Stecker ziehen oder Steckdosenleiste verwenden
Die Mikrowelle kann ein Stromfresser im eigenen Haushalt sein, denn diese benötigt auch Strom, wenn sie nicht im Gebrauch ist. Ein unnötiger Verbrauch kann vermieden werden, indem der Stecker direkt gezogen oder eine Steckdosenleiste mit Schalter genutzt wird, wenn das Gerät nicht benötigt wird.
- Abdecken der Speisen
Um auch bei der Nutzung der Mikrowelle Energie einzusparen empfiehlt es sich, Speisen mit einem mikrowellengeeigneten Deckel abzudecken, um die Hitze zu halten und die Garzeit zu verkürzen.
Durch die Beachtung oben genannter Tipps und der Umstellung der eigenen Gewohnheiten können beim Wasser kochen und der Nutzung der Mikrowelle Energie gespart und Stromkosten reduziert werden.
Regional und Saisonal einkaufen: Saisonkalender für Obst und Gemüse
In unseren Supermärkten ist so gut wie jede Sorte von Obst und Gemüse ganzjährig verfügbar. Nicht nur Exoten, sondern auch heimische Obstsorten wie der Apfel werden teilweise über sehr lange Strecken transportiert, bevor sie im Regal landen. Das verbraucht nicht nur viel Energie, sondern setzt auch viel CO2 frei.
Der Einkauf von saisonalem und regionalem Obst und Gemüse hat gleich mehrere Vorteile. Saisonales Einkaufen schont den Geldbeutel und verringert die Umweltbelastung durch weite Transportwege. Produkte aus der Region sind meist frischer und gehaltvoller als unreif geerntete Früchte. Besuchen Sie daher, wenn möglich, einen regionalen Markt vor Ort. Somit wird nicht nur der CO2-Fußabdruck verringert, sondern es werden zudem die lokalen Betriebe unterstützt.
Saisonkalender für Obst und Gemüse
Der Saisonkalender für Obst und Gemüse des Bundeszentrums für Ernährung gibt Orientierung, wann welche Obst- und Gemüsearten klassischerweise geerntet werden, also „Saison haben“. Mit dem Angebot kann schnell ein Überblick verschaffen werden, wann das Angebot aus heimischer Erzeugung besonders groß ist und somit beim Einkauf eine bewusste Wahl getroffen werden kann. Auch für Exoten und Südfrüchte kann anhand des Kalenders abgelesen werden, wann diese in ihren Anbauländern Saison haben. Der Saisonkalender ist zur Ansicht unter folgendem Link abrufbar: https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/Nachhaltiger_Konsum/Artikelseiten/Saisonkalender/3488_2024_Saisonkalender_Ansicht_online.pdf (PDF-Datei)
Darüber hinaus gibt es auch Apps als Saisonkalender, welche als mobiler Einkaufshelfer dienen können. Der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung beispielsweise ist kostenfrei im App Store von Apple und im Google Play Store abrufbar.
Einfache Tipps, wie der CO2-Abdruck gesenkt werden kann
Der CO2-Fußabdruck gibt an, wie viele Emissionen eine einzelne Person in verschiedenen Bereichen wie Wohnen, Ernährung, Konsum oder Mobilitätsverhalten verursacht. Mit knapp 10 Tonnen CO2-Ausstoß liegen die Einwohner Deutschlands durchschnittlich deutlich über dem weltweiten Durchschnitt (ca. 3,8 Tonnen). Der Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg liegt bei 7,4 Tonnen, in Igersheim liegt die THG-Emission bei 5,4 t pro Einwohner und Jahr.
Mit folgenden Beispielen kann der CO2-Abdruck bereits generell gesenkt werden:
- Zu Fuß oder mit dem Rad fahren, wann immer es möglich ist
Noch immer zählt der Straßenverkehr, insbesondere der individuelle PKW-Verkehr, in Deutschland zu den allergrößten CO2-Verursachern. Gerade für Kurzstrecken bietet sich das Fahrrad sehr gut an, um weniger CO2 auszustoßen.
- Regional oder gebraucht kaufen
Transporte um die halbe Welt und die Produktion von Gütern stoßen ebenfalls riesige Mengen an CO2 aus. Indem regionale Produkte gekauft oder auf Second-Hand-Artikel zurückgegriffen wird, wird bereits geholfen, diesen Ausstoß zu verringern.
- Wiederverwendbare Gefäße und Taschen nutzen
Einweg-Tüten für den Transport des Einkaufs nach Hause, das Papier, in das im Supermarkt die Feinkostwaren eingepackt werden, oder der „Wegwerf“-Kaffeebecher werden allesamt für den Müll produziert und generieren dabei noch CO2. Häufig ist das Mitbringen eigener Gefäße und Taschen erlaubt und diese können dann im Nachgang immer weiterverwendet werden.
- Seltener, dafür in besserer Qualität kaufen
Ist das günstige Shirt, das erst vor ein paar Wochen gekauft wurde, jetzt schon total ausgewaschen, sodass ein neues gebraucht wird? Oder haben die billigen Sneaker schon wieder ein Loch in der Sohle? Wer billig kauft, kauft nicht nur zweimal, sondern sorgt dabei auch für jede Menge zusätzliches CO₂ und Verschwendung von Rohstoffen.
- Mit Freunden und Familie teilen
Wie oft werden gewisse Dinge eigentlich wirklich verwendet? Die Bohrmaschine beispielsweise oder die Elektrosense für den Garten oder die Nähmaschine, mit der im vergangenen Jahr dieses eine Kleid genäht wurde. Absprachen mit den Nachbarn, Freunden und Familienmitgliedern tragen dazu bei herauszufinden, welche Dinge vielleicht problemlos geteilt werden können. Das spart nicht nur Geld, sondern auch CO₂.
Sie möchten wissen, wie hoch Ihr persönlicher CO2-Ausstoß ist? Der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes gibt einen groben Einblick auf den persönlichen CO2-Ausstoß. Unter https://uba.co2-rechner.de/de_DE/ kann der Rechner gestartet werden. In der CO2-Bilanz werden verschiedene Bereiche des Lebens von der Heizung bis hin zum sonstigen Konsum betrachtet. Berechnet wird nicht nur der CO2-Ausstoß, sondern auch das, was in anderen Bereichen vermieden wird.
Effizient Heizen, Kosten sparen
Hinweise und Anregungen
In regelmäßigen Abständen sollen nun im Grünsfelder Amtsblatt Hinweise, Anregungen und Tipps zum Themenfeld Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit veröffentlicht werden.
Effizient Heizen, Kosten sparen
Wir befinden uns schon mitten in der Saison, in der die Heizungen auf Hochtouren laufen. Trotz sinkender Energiepreise sind Kosten für s Heizen dennoch hoch.
Anbei einige einfache, kostengünstige Tipps, um zu Hause möglichst energieeffizient zu heizen und Heizkosten einzusparen:
- Thermostat richtig einstellen
Das Thermostat sollte auf die gewünschte Raumtemperatur gedreht werden - grober Richtwert: Stufe 1 entspricht 12 Grad. Bei jeder weiteren Stufe können etwa 4 Grad addiert werden, somit entspricht Stufe 3 etwa 20 Grad und Stufe 5 ca. 28 Grad. Die Heizung wird auf Stufe 5 nicht schneller warm, sondern heizt länger. Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um ca. 6 Prozent.
- Heizung entlüften
Die Heizkörper werden unterschiedlich warm oder die Heizung gluckert beim Aufheizen? Dann kann Luft im System sein, sodass mehr Energie verbraucht wird. Mit einem Entlüfter-Schlüssel kann die Luft aus dem Heizkörper rausgelassen werden.
- Keine Möbel vor den Heizkörper stellen
Das führt nur dazu, dass sich die Wärme dahinter staut und nicht in den Raum abgegeben werden kann. Ein Sofa beispielsweise sollte ca. 30 Zentimeter Abstand zum Heizkörper haben. Zudem können auch Flusen sowie Staub die Wärmeabgabe mindern.
- Nachts Vorhänge sowie Rollläden schließen
Durch das Schließen der Vorhänge können bis zu 20 Prozent Wärmeverluste der Fenster vermieden werden.
- Bei Abwesenheit die Heizung herunterdrehen
Ein Absenken der Temperatur spart Energie. Die Raumtemperatur kann bspw. bei Abwesenheit auf 17 bis 18 Grad gesenkt werden.
- Richtig Lüften hilft ebenfalls beim sparsamen Heizen
Die Fenster sollten nicht gekippt, sondern lieber mehrmals am Tag kurz vollständig zum Stoßlüften geöffnet werden. Das beugt Schimmelgefahr vor und die Heizung heizt effizienter.
Wintertipps für Batterien und Akkus
Die kalten Temperaturen sind da, der erste Schnee ist gefallen. Damit Batterien und Akkus der elektrischen Geräte die kalte Jahreszeit gut überstehen, haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps zusammengefasst. So haben die Geräte in der Regel eine längere Lebenszeit und es können Ressourcen gespart werden:
- Akkus und Batterien entladen sehr schnell bei kalten Temperaturen, die Lagerung bei Zimmertemperatur ist optimal
- Bei einem Spaziergang bei niedrigen Temperaturen sollten Mobilgeräte nah am Körper verstaut werden
- Kalte Akkus und Batterien sollten vor der Nutzung langsam auf Raumtemperatur gebracht werden
- Es empfiehlt sich, Akkus von E-Bikes auszubauen (wenn möglich) und diese bei Temperaturen ab 5 ° bis ca. 15 ° Grad zu lagern; Frost vermeiden!
- Akkus werden am besten nur bei Temperaturen über 0° Grad geladen, um die Zellen nicht zu beschädigen
- Batterien mit einem niedrigen Ladezustand können schneller Einfrieren
- Akkus und Batterien sollten immer entfernt von entflammbaren Materialien gelagert werden
Falls Akkus oder Batterien doch kaputtgehen, können diese beim Kauf von Neuen zurückgegeben werden. Damit können diese wieder dem Ressourcenkreislauf zurückgeführt werden.
Das ändert sich 2025 bei Strom, Gas & Co.
Ab dem 1. Januar 2025 steigt der CO2-Preis im nationalen Emissionshandel: eine Tonne CO2 kostet dann 55 Euro statt bisher 45 Euro. Damit erhöhen sich voraussichtlich die Preise für Heizöl, Erdgas und für Kraftstoffe, und das Heizen mit fossilen Brennstoffen wird erneut teurer. Doch das ist nicht die einzige Änderung im Bereich Energie. Worauf Verbraucher und Verbraucherinnen sich 2025 noch einstellen müssen, erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Einspeisevergütung sinkt
Wer 2025 beabsichtigt, eine Photovoltaikanlage in Betrieb zu nehmen, erhält ab Februar weniger Geld für die Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz. Bei Anlagen bis zu 10 Kilowatt Leistung mit teilweise Einspeisung sinkt die Einspeisevergütung um etwa 1 Prozent auf dann 7,95 Cent pro Kilowattstunde. Für alle, die bereits eine Photovoltaikanlage in Betrieb haben, ändert sich erst einmal nichts. Die feste Einspeisevergütung gilt für 20 Jahre. Die Anschlussvergütung für Strom aus ausgeförderte Anlagen wird 2025 wahrscheinlich niedriger ausfallen als 2024. Die Vergütung bemisst sich am durchschnittlichen Börsenstrompreis für Solarstrom, der erst im nächsten Jahr bekannt sein wird.
Preise für Treibhausgase machen Gas und Öl teurer
Wer mit Gas heizt, zahlt ab 2025 etwa 48 Euro brutto mehr fürs CO2. Bei Heizöl ist mit 63 Euro brutto mehr pro Jahr zu rechnen. Die Werte beziehen sich auf einen Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas beziehungsweise 2.000 Liter Heizöl. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Wer Schluss mit Öl und Gas macht und auf erneuerbare Energie setzt, spart die Emissionskosten.
Dynamische Stromtarife werden für Stromanbieter Pflicht
Ab 2025 sind Energieversorger verpflichtet, dynamische Stromtarife anzubieten. Haushalte mit dynamischem Tarif haben keinen festen Strompreis mehr, der Preis orientiert sich an den Spotpreisen der Strombörse. Das bedeutet: In Zeiten mit wenig Nachfrage und viel Stromerzeugung ist der Strompreis dann niedriger als zu Zeiten mit Spitzennachfrage und wenig Stromerzeugung. Voraussetzung für den dynamischen Stromtarif ist ein intelligentes Messsystem, Smart Meter genannt. Ab 2025 haben Haushalte außerdem einen Anspruch, innerhalb von vier Monaten ab Beauftragung mit einem Smart Meter ausgestattet zu werden. Wer sein E-Auto zu Hause lädt oder mit einer Wärmepumpe heizt, kann ab April 2025 von dynamischen Netzentgelten profitieren. Für das Netzentgelt soll es dann drei Tarifstufen für jeweils jährlich festgelegte Zeiträume geben: den Standard-Tarif, Hochtarif und Niedrigtarif. Wer den Verbrauch dieser Geräte in die Zeiträume mit geringer Nachfrage legt, kann erheblich Kosten sparen. Auch für die dynamischen Netzentgelte ist der Smart Meter Voraussetzung.
Strengere Emissionsgrenzwerte für ältere Holzfeuerungen
Wer einen Heizkessel oder Einzelofen für Holz oder andere feste Brennstoffe betreibt, muss möglicherweise tätig werden. Heizkessel, die zwischen 1. Januar 2005 und 21. März 2010 in Betrieb genommen wurden, sowie Einzelfeuerungen mit Inbetriebnahme zwischen 1. Januar 1995 und 21. März 2010 müssen ab Januar 2025 strengere Emissionsgrenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhalten. Für betreffende Anlagen, die die Grenzwerte nicht einhalten, ist der Weiterbetrieb nicht mehr zulässig. Auskunft darüber, ob ein bestehender Ofen betroffen ist, liefert der Feuerstättenbescheid des bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers.
Förderung von Wärmepumpen
Wer ab 2025 den Zuschuss für den Einbau einer Wärmepumpe in der Bundesförderung für effiziente Gebäude beantragen will, muss dafür sorgen, dass die Wärmepumpe an ein zertifiziertes Smart-Meter-Gateway angeschlossen werden kann. Damit können energiewirtschaftlich relevante Messdaten erfasst und die Wärmepumpe netzdienlich gesteuert werden. Die Grundförderung für den Einbau einer Wärmepumpe beträgt 30 Prozent der Kosten. Durch Bonusförderungen sind in der Summe bis zu 70 Prozent Zuschuss möglich.
Beratungen zu oben genannten Themen sowie Hinweise zu Energie- und Kosteneinsparungen erhalten Interessierte über die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Weiterführende Informationen gibt es auf der Website unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Telefonnummer: 0800-80980 2400. Energieberatungstermine können zudem bei der Energieagentur Main-Tauber-Kreis unter energieagentur(@)main-tauber-kreis.de bzw. Telefonnummer: 09341-825813 vereinbart werden.
Heizung & Co. optimieren, Kosten sparen
Die Heizkosten steigen, aber die Räume werden trotzdem nicht richtig warm? Das könnte an verschiedenen Punkten liegen. Vor kurzem gab es bereits einige einfache und kostengünstige Tipps, um Heizkosten einzusparen. Es gibt weitere Möglichkeiten, Heizenergie einzusparen, wenn weitere Anpassungen und Veränderungen im Haus vorgenommen werden – denn auch eine optimale Einstellung der Heizungsanlage selbst sorgt dafür, dass die Heizung möglichst effizient arbeitet.
Folgende Tipps können beachtet oder bei Bedarf umgesetzt werden:
- Dämmung der Heizkörpernischen
Damit weniger Wärme verloren geht empfiehlt es sich, in den Heizkörpernischen, wenn vorhanden, eine Isolierung anzubringen. So entweicht weniger Wärme hinter den Heizkörpern selbst bzw. Wärme wird je nach Wahl der Isolierung bei Bedarf mit Beschichtung in Richtung des Raumes reflektiert.
- Dämmung von Heizungsrohren sowie Rollladenkästen
Mit einer Rohr- oder Rollladendämmung wird sichergestellt, dass auf Dauer keine bzw. weniger Wärme verloren geht. Eine Dämmung kann mit etwas handwerklichem Geschick selbständig durchgeführt werden. Die Materialien hierfür sind beispielsweise im Baumarkt erhältlich.
- Abdichtung von Fenstern und Türen
Mit elastischen Dichtungsbändern für Türunterkanten oder Bürstendichtungen lassen sich Fenster und Türen selbst abdichten. Die Dichtbänder sind gerade für Ober- und Untergeschosse, also hin zum Dach oder Keller, empfehlenswert, kosten in der Regel wenig und können zudem meist selbst angebracht werden. Bei Fenstern im Altbau empfiehlt sich ggf. das Hinzuziehen von Fachpersonal.
- Richtige Einstellung der Heizung (Vorlauftemperatur)
Die sogenannte Vorlauftemperatur – die Temperatur des Wassers, das vom Heizkessel in die Heizkörper fließt – sollte möglichst gut an die Außentemperatur angepasst werden. Dabei hilft ein Sensor, der die Außentemperatur misst: Je kälter es draußen ist, desto höher stellt die Regelung die Vorlauftemperatur ein. Der genaue Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur wird mittels der sogenannten Heizkurve auf das Gebäude und die Bedürfnisse der Bewohner eingestellt. Die Heizkurve sollte dabei möglichst so flach und niedrig gewählt werden, dass bei jeder Außentemperatur gerade noch die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Werden Heizkörper hinter Gardinen oder Vorhängen versteckt, muss die Vorlauftemperatur in der Regel höher eingestellt werden.
Bei modernen Heizungen können auch Wetterprognosetools genutzt werden, die bereits auf künftige Außentemperaturen reagieren. Das spart zusätzliche Energie, da das Heizsystem auch auf Temperaturänderungen vorbereitet ist.
- Zeitprogramme und Fernsteuerung der Heizanlage
Viele moderne Heizungen bieten eine Steuerung per Zeitprogramm, also eine Art Zeitschaltuhr. Damit kann die Heizung nachts abgeschaltet oder abgesenkt werden, um Energie zu sparen. Neuere Heizungen sind sogar „selbstlernend“ und passen die Heizzeiten automatisch an, sodass die Räume pünktlich zur richtigen Zeit warm sind.
Über das Smartphone lässt sich die Heizung auch von unterwegs einstellen. So kann man die Temperatur senken, wenn niemand zuhause ist und rechtzeitig aufdrehen, bevor man nach Hause kommt – das spart Kosten und sorgt für mehr Komfort.
Eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage ist generell sinnvoll. Der Heizkessel und die Heizungspumpe sollten auf den tatsächlichen Wärme- und Warmwasserbedarf eingestellt werden. Fragen Sie bei Bedarf bei Ihrem Heizungsinstallateur nach.
Bei Fragen rund um die Optimierung der Heizung hilft zudem auch die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg weiter. Die Beratung kann online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch stattfinden. Detaillierte Auskunft über die Beratungsmöglichkeiten gibt auch die Energieagentur des Main-Tauber-Kreises.
Tag der Erde am 22. April
Am Dienstag, 22. April, wird weltweit der Tag der Erde gefeiert - ein Tag, der dazu dient, das Bewusstsein für den Schutz unserer Umwelt zu stärken und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels zu fördern. Der Tag erinnert uns an die dringende Notwendigkeit, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen und den Planeten für kommende Generationen zu bewahren. In diesem Jahr steht der Tag der Erde in Deutschland unter dem Motto „Du machst den Unterschied! Veränderung beginnt mit Engagement. Sei du Teil der Veränderung“.
Denn jede/r Einzelne kann durch kleine, aber wirkungsvolle Maßnahmen und Veränderungen dazu beitragen, den Planeten zu schützen. Mit kleinen Änderungen in alltäglichen Routinen kann gemeinsam mehr bewirkt werden. Hier sind einige Beispiele, wie es gelingen kann:
- Energie sparen
Den Stromverbrauch senken, indem man unnötige Lichter ausschaltet, Geräte nicht im Stand-by-Modus lässt und energieeffiziente Geräte nutzt.
- Lokale und saisonale Lebensmittel kaufen
Regional und saisonal einkaufen bedeutet, weniger CO2 durch lange Transportwege zu erzeugen. Außerdem unterstützt man damit lokale Bauern und Produzenten.
- Plastik vermeiden
Verzicht auf Einwegplastik wie Flaschen, Becher oder Strohhalme. Stattdessen kann man wiederverwendbare Alternativen wie Glasflaschen oder Stofftaschen nutzen.
- Öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder Fahrrad fahren
Wenn möglich, sollte man auf das Auto verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel nutzen, das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen. Dies hilft, CO2-Emissionen zu reduzieren.
- Müll richtig trennen und recyceln
Abfall richtig trennen und recyceln, um die Menge an Abfall, der auf Deponien landet, zu reduzieren und die Ressourcen effizienter zu nutzen.
- Wasser sparen
Beim Duschen den Wasserfluss drosseln oder den Wasserhahn während des Zähneputzens abdrehen. Auch der Einsatz von wassersparenden Geräten wie durchflussbegrenzten Duschköpfen kann helfen.
- Pflanzen für die Umwelt
Einen Baum oder Stauden pflanzen: Bäume spielen eine Schlüsselrolle bei der CO2-Bindung und verbessern die Luftqualität. Stauden dienen unter anderem auch Insekten zur Nahrungsaufnahme. Darüber hinaus schützen Bodendecker im Sommer den Boden vor Austrocknung, im Winter dienen sie zur Wärmespeicherung unter ihren Blättern.
- Nachhaltige Produkte bevorzugen
Beim Einkaufen auf nachhaltige und umweltfreundliche Produkte achten – beispielsweise von Kleidung aus recycelten Materialien bis hin zu biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln.
- Digitalen Datenmüll reduzieren
Am Laptop oder PC einen digitalen Frühjahrsputz durchführen – eine Reduktion von Datenmüll auf technischen Geräten steigert die Leistungsfähigkeit und entlastet dadurch die Umwelt, denn überflüssige Daten benötigen große Mengen Energie.
- Bewusstsein für den Klimawandel schaffen
Den Tag der Erde nutzen, um sich über Umweltthemen zu informieren und andere dazu anzuregen, ebenfalls umweltbewusster zu leben. Eine weitere Möglichkeit: sich freiwillig für eine lokale Umweltinitiative engagieren, sei es bei einer Müllsammelaktion oder einer Aufforstungsmaßnahme.
Jeder dieser Schritte mag klein erscheinen, aber wenn viele Menschen am Tag der Erde und darüber hinaus Maßnahmen ergreifen, kann dies eine große Wirkung haben. Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen und den Wandel auf persönlicher Ebene zu fördern! Der Tag der Erde ist eine Gelegenheit, sich zu engagieren, ob durch kleine persönliche Veränderungen oder durch die Unterstützung globaler Umweltbewegungen.
StromGedacht – Energieverbrauch optimieren und Stromnetz entlasten
StromGedacht ist eine App, welche Hinweise auf Netzengpässe sowie detaillierte Daten über die Situation des Baden-Württembergischen Stromnetzes liefert. Mit der App der TransnetBW kann ein aktiver Beitrag zur Sicherheit des Stromnetzes geleistet werden. In angespannten Situationen, wenn beispielsweise zu viel oder zu wenig Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht, können kleine Maßnahmen helfen, die Stromnetzsituation zu entlasten. Die App soll dazu anregen, planbaren Stromverbrauch in eine „Supergrün“-Phase - in dieser Phase steht besonders viel Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung - zu verschieben.
Um Verunsicherungen vorzubeugen: die Stromversorgung ist rund um die Uhr gesichert. Stromverbrauch und Stromerzeugung müssen stets im Gleichgewicht sein – wenn dies nicht der Fall ist, wird zum Beispiel Strom aus dem Ausland bezogen oder von Reservekraftwerken beigesteuert werden (= Netzengpassmanagement).
Zu Beginn wies die App rein auf bevorstehende angespannte Stromnetzsituationen (meist Orange-Phase) hin. Nutzerinnen und Nutzer wurden sodann gebeten in Zeiträumen mit Engpass ihren Verbrauch zu reduzieren, z. B. keine Akkus aufzuladen oder die Spülmaschine laufen zu lassen, wenn es nicht dringend notwendig war. Zuletzt rief TransnetBW Verbraucherinnen und Verbraucher am Freitag, 3. Januar, in der Zeit von 8 bis 11 Uhr zum Reduzieren ihres Verbrauches auf (Orange-Phase). StromGedacht gilt inzwischen als Hinweis- und Informationsplattform mit verschiedenen Vorteilen und Funktionen:
- Aktuelle Stromversorgung
Es können Informationen über die aktuelle Stromversorgung übermittelt und Nutzerinnen und Nutzer mittels Push-Benachrichtigung auf Engpässe (Orange) im Stromnetz hingewiesen werden.
- Hinweise zur Netzauslastung
Die App liefert aktuelle Informationen über die Netzbelastung und weist darauf hin, wie man seinen Stromverbrauch optimieren kann, um weiteren Engpässen vorzubeugen und so nachhaltige Entscheidungen im Umgang mit Strom zu treffen. So bietet die App Prognosen und Analysen zur Netzstabilität und teilt mit, wenn für Baden-Württemberg viel Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht (Super-Grün-Phase).
- Tipps zur Einsparung
Die App gibt Ratschläge und Tipps, wie man den Energieverbrauch im Alltag reduzieren kann, beispielsweise durch den Einsatz energieeffizienter Geräte oder durch das Anpassen von Nutzungsgewohnheiten.
- Vorteil für Endverbraucher
Muss nicht so viel teurer Strom importiert bzw. zugekauft werden, belastet das auch den Strompreis für die Endverbraucher weniger stark.
- Interaktive Merkmale
Nutzer können an Umfragen oder Herausforderungen teilnehmen, um sich gegenseitig zu motivieren und das Bewusstsein für Energieeinsparungen zu schärfen
Mit der App können wir gemeinsam dazu beitragen, das Netz in angespannten Situationen zu entlasten sowie perspektivisch CO2-Emisisonen sowie Kosten zu sparen. Privathaushalte machen rund ¼ des Stromverbrauches aus, daher können gerade diese einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Stromnetzes leisten. Probieren Sie es gerne aus und testen die App „StromGedacht“. Die Hinweis-App gibt es im Google Play Store sowie im App Store und kann kostenfrei heruntergeladen werden. Weitere Informationen können zudem unter www.stromgedacht.de aufgerufen werden.

